Palästinenser bündeln Kräfte: Erstmals Raketen der Fatah auf Tel Aviv

Die Palästinenser-Organisation Fatah hat sich der Terror-Gruppe Hamas angeschlossen und feuert ebenfalls Raketen auf Israel. Im Gegenzug führt die israelische Armee ihre Luftschläge fort. Seit Beginn der Offensive wurden 71 Palästinenser getötet.

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Israel treibt seine Militär-Offensive gegen die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen voran. Extremisten setzten derweil den Raketenbeschuss auf Tel Aviv und andere israelische Städte fort. Augenzeugen sagten, zwei Geschosse seien über Tel Aviv vom Abwehrsystem „Eiserner Dom“ abgefangen worden.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Negev in Dimona, haben palästinensische Extremisten am Donnerstag zwei Raketen auf den einzigen Atomreaktor Israels in Dimona abgefeuert. Eine wurde abgefangen und die andere schlug in der Wüste ein, meldet Times of Israel. Währenddessen hat sich die Palästinenser-Organisation Fatah der radikalen Hamas angeschlossen. Sie sollen die Raketenangriffe auf Israel gemeinsam vornehmen.

Am Donnerstag sollen Fatah und Hamas insgesamt 96 Raketen auf Israel gefeuert haben. Ein israelischer Militärsprecher erklärte, der Druck werde mit jedem Tag erhöht. Ob das zu einer Bodenoffensive führe, könne er jedoch nach wie vor nicht sagen. An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen positionierten sich am Donnerstag Panzer und andere Militärfahrzeuge.

Seit Beginn der Offensive am Dienstag mindestens 71 Palästinenser im Gazastreifen getötet, darunter mehr als 50 Zivilisten. Aktuell werden 23 Palästinenser in einem israelischen Krankenhaus in Haifa behandelt. Sie stammen teilweise aus Gaza und teilweise aus dem Westjordanland.

Währenddessen wurde eine achtköpfige palästinensische Familie beim Beschuss eines Wohnhauses vom IDF versehentlich getötet. „Wir hatten zuvor eine Warnung ausgesendet und waren uns sicher, dass das Haus leer gewesen ist. Es ist ein tragischer Fehler von uns gewesen“, sagt ein IDF-Offizier. Die IDF ruft normalerweise bei den Einwohnern an, um sie zum Verlassen ihrer Wohnung aufzufordern. Doch offenbar hatte sich die Familie geweigert und blieb in dem Wohngebäude.

Am Dienstag hielt Obamas Nahost-Berater Phillip Gordon eine Rede auf einer Friedenskonferenz in Tel Aviv, die von der Zeitung Haaretz organisiert wurde. Gordon kritisierte Israel für seine Palästinenser-Politik. Es gebe mehr und mehr Stimmen, die Zweifel an Israels Willen zum Frieden äußern.

Aus Sicht der Konferenz-Teilnehmer war dies eine ungewöhnlich unverblümte Schuldzuweisung. Die Tagung wurde durch einen Luftalarm unterbrochen, weil die Hamas Raketen auf Tel Aviv feuerte.

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