Übergewicht erhöht das Risiko von Lungenkrankheiten

Übergewichtige Menschen haben ein höheres Risiko, Lungenkrankheiten zu erleiden. Eine Studie zeigt, dass Frauen und Männer mit größerem Taillenumfang um 72 Prozent häufiger Lungenkrankheiten entwickelten als schlankere Testpersonen.

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Übergewichtige Menschen, insbesondere diejenigen mit überschüssigem Bauchfett, haben ein höheres Risiko chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu entwickeln. Eine Studie zeigt, dass mit wachsendem Taillenumfang auch das Risiko an Lungenerkrankungen um 72 Prozent steigt. Frauen, die mehr als 109 cm und Männer mehr als 117 cm an Bauchumfang haben, sind demnach gefährdeter als schlankere Personen. Der American Lung Association nach sind Lungenkrankheiten die dritthäufigste Todesursache in den USA.

„Es ist lang bekannt, dass COPD durch den Verzicht von Tabakrauch, Luftverschmutzung und Staub verhindert werden kann. Aber nun könnte auch der Erhalt eines normalen Taillenumfangs zusammen mit körperlicher Aktivität dazu führen, das COPD-Risiko zu verringern“, sagte die Forschungsleiterin Gundula Behrens von der Universität Regensburg dem Gesundheitsservice Webmd.

Die Forscher fanden auch heraus, dass Menschen, die mindestens fünf Mal pro Woche körperlich aktiv waren das Risiko von COPD um 29 Prozent verringern konnten. Das American College of Sports Medicine empfiehlt mindestens fünf Mal pro Woche 30 bis 60 Minuten leichten Sport oder dreimal die Woche 20 bis 60 Minuten intensive Übungen zu betreiben.

Untergewichtige Menschen hingegen haben ein um 56 Prozent erhöhtes Risiko für COPD. Dies könne auf Unterernährung und geringer Muskelmasse oder Entzündungen zurückzuführen sein, die die Fähigkeiten der Lunge reduzieren sich selbst zu heilen, sagte Behrens.

„Ich denke, dass es möglich ist, dass es sich hierbei nur um einen Zusammenhang ohne Kausaleffet handelt. Hier besteht der Zusammenhang darin, dass sowohl COPD und Fettleibigkeit Atemnot verursachen“, so Dr. Norman Edelman, Seniorberater der American Lung Association.

Seit Beginn der Studie 1995 konnten Daten von mehr als 113.000 gesunden Amerikanern im Alter von 50 bis 70 Jahren zusammengestellt werden. Innerhalb von 10 Jahren entwickelten über 3.600 Studienteilnehmer verschiedene Arten von Lungenerkrankungen. Oberkörpergröße war ein starker Prädiktor für das COPD-Risiko, unabhängig davon, ob die Person ein Raucher oder Nichtraucher war.

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