Israel setzt Luftangriffe auf Gaza fort

Das israelische Militär hat am Samstagmorgen erneut Ziele im Gazastreifen bombardiert. Nach Angaben von Ärzten sind mindestens 75 der seit Dienstag getöteten Palästinenser Zivilisten, darunter 23 Kinder. Die Hamas setzt Zivilisten bewusst als lebende Schutzschilde ein.

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Das Blutvergießen zwischen Israelis und Palästinensern ist am Samstagmorgen weitergegangen. Durch einen Luftangriff Israels auf den Gazastreifen stieg die Zahl der getöteten Palästinenser auf über 100. Fünf Jugendliche wurden bei dem letzten Luftschlag getötet und 15 Menschen verletzt, sagten Augenzeugen.

Ärzte in Gaza sagten, mindestens 75 der seit Dienstag getöteten Palästinenser seien Zivilisten, darunter 23 Kinder. Die Hamas setzt Zivilisten bewusst als lebende Schutzschilde ein.

Eine von der radikalislamischen Hamas auf Israel abgefeuerte Rakete wiederum verletzte einen Israeli schwer und sieben weitere leicht, als ein Tanklastwagen an einer Tankstelle in Aschdod 30 Kilometer nördlich von Gaza getroffen wurde.

Diese Aufnahmen (Video unter dem Text) wurden von den Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Hamas, im Internet veröffentlicht. Sie sollen Raketenabschüsse in Richtung der Städte Berscheba und Haifa zeigen. Militante Palästinenser warnten Fluggesellschaften, sie würden Raketen auf den Flughafen von Tel Aviv schießen.

Auf die Frage nach einer Bodenoffensive sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: „Wir erwägen alle Möglichkeiten und bereiten uns auf alle Möglichkeiten vor.“ Er sagte Reportern in Tel Aviv, „kein internationaler Druck wird uns davon abhalten, mit aller Kraft vorzugehen“.

Vor der israelischen Botschaft in Washington protestierten am Freitag mehrere Menschen gegen den Kurs Netanjahus. Sie warfen Israel Kriegsverbrechen vor. Zudem würden die USA die Krise durch milliardenschwere Militärhilfen noch unterstützen.

Im Westjordanland kam es bei Protesten gegen die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen zu schweren Ausschreitungen. In Bethlehem bewarfen Demonstranten israelische Soldaten mit Steinen und Feuerwerkskörpern. Auch in Hebron und am Checkpoint Kalandia kam es zu Protesten.

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