Bundesbank kritisiert US-Strafen gegen Europas Banken

Die Bundesbank sieht in den US-Strafen eine erhebliche Belastung für europäische Banken. Die US-Regierung hatte kürzlich eine Milliardenstrafe gegen die französische BNP Paribas verhängt. Auch der Commerzbank und der Deutschen Bank drohen Millionenstrafen.

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Die Strafzahlungen europäischer Geldinstitute in den USA lösen auch in der Bundesbank Sorge aus.„Die Sanktionierung europäischer Banken durch die USA ist für die Finanzinstitute eine erhebliche Belastung“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Wir beobachten das sehr aufmerksam.“

Hintergrund ist der Fall der französischen BNP Paribas. Sie muss in einem Vergleich umgerechnet 6,4 Milliarden Euro Strafe in den USA zahlen, weil sie amerikanische Sanktionen gegen den Iran, den Sudan und andere Länder ignorierte.

Auch die Commerzbank und die Deutsche Bank stehen wegen ihrer Geschäfte mit Ländern wie dem Iran im Visier der US-Behörden. Insidern zufolge droht der Commerzbank eine Geldbuße von umgerechnet 450 bis 600 Millionen Euro. Bei der Deutschen Bank soll es laut Spiegel um eine Strafe bis zu 600 Millionen Euro gehen. Eine Quelle für diese Information nannte das Magazin nicht.

Zuletzt hatten bereits die Präsidenten der Industrieverbände Deutschlands und Frankreichs Alarm geschlagen. Sie warnten vor einer Schwächung von Europas Finanzsystem durch die USA.

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