US-Spionage beschäftigt ein Dutzend Mitarbeiter in Bundesministerien

Die CIA ist offenbar bereits sehr gut in den Bundesministerien in Berlin vernetzt. Demnach hat der US-Geheimdienst mindestens ein Dutzend Spione platziert. Auch Oppositionsparteien werden überwacht.

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Die Affäre um US-Spione in Deutschland hat möglicherweise weitaus größere Dimensionen als bislang angenommen. Wie die Bild am Sonntag unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise berichtet, führt die CIA mehr als ein Dutzend Regierungsmitarbeiter in Deutschland als Quellen. Im Visier des amerikanischen Auslandsnachrichtendienstes stünden das Verteidigungs-, das Wirtschafts-, das Innen- und das Entwicklungshilfeministerium. Letzteres sei für die CIA von Interesse, weil über dieses Ressort verdeckte BND-Operationen im Ausland liefen.

Der Spiegel berichtet zudem von weiteren Fällen mysteriöser Handy-Ausspähungen. Betroffen war auch eine Mitarbeiterin des Linken-Politikers Steffen Bockhahn, die im Juli vergangenen Jahres Manipulationen an ihrem Handy bemerkt haben soll. Hochrangige Regierungsbeamte vermuteten, das es sich um eine Geheimdienstoperation handele, sagte Bockhahn dem Magazin. Der Linken-Politiker gehörte in der vergangenen Wahlperiode dem geheim tagenden Parlamentsgremium zur Kontrolle der Geheimdienste an. Er gilt als scharfer Kritiker des US-Geheimdienstes NSA.

Auch der Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss, Roderich Kiesewetter, teilte mit, eine technische Überprüfung seines Handys habe ergeben, dass unbekannte Dritte darauf Zugriff hätten. Ein Regierungssprecher wollte sich zu den Vorfällen nicht äußern.

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