Weltmeister: Deutschland schlägt Argentinien mit 1:0

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat die WM in Brasilien gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte Mario Götze in der 113. Minute.

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Deutschland ist Fußball-Weltmeister. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gewann am Sonntag im Finale in Rio de Janeiro 1:0 gegen Argentinien. Das Tor schoss Mario Götze in der 113. Minute in der Verlängerung. Im Maracaná-Stadion nahm Kapitän Philipp Lahm die goldene Trophäe aus der Hand der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff in Empfang. Nach den Titelgewinnen 1954, 1974 und 1990 prangt nun der vierte Stern auf den Trikots der Nationalmannschaft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte jedem Spieler mit einer kurzen Umarmung. Bundespräsident Joachim Gauck drückte den Fußballern die Hand. In Berlin wurde am Brandenburger Tor ein Feuerwerk gezündet. Hunderttausende Fans feierten in Deutschland und an der Copacabana den Sieg. Die Christus-Statue über Rio de Janeiro erstrahlte in Schwarz-Rot-Gold.

„Unglaublich“, kommentierte Torwart Manuel Neuer das Ergebnis wenige Minuten nach dem Abpfiff. „Ganz Deutschland ist Weltmeister.“ Nun werde mindestens fünf Wochen lang gefeiert, sagte der Keeper.

Argentiniens Trainer Alejandro Sabella dagegen sagte, er sei sehr traurig, dass es nicht zum Sieg gereicht habe. Aber er sei auch stolz auf seine Mannschaft, die ein großartiges Spiel gemacht habe.

Neuer erhielt den Goldenen Handschuh als bester Torhüter der WM. Als bester Spieler des Turniers wurde der argentinische Stürmer-Star Lionel Messi mit dem Goldenen Ball geehrt.

In Berlin konnte selbst trübes Wetter die Menge nicht davon abhalten, auf der Fanmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule mitzufiebern. Auch in anderen Städten sahen Zehntausende Fußball-Fans das Endspiel auf riesigen Leinwänden.

Die deutsche Mannschaft wird am Dienstag in Berlin erwartet, wo sie vor dem Brandenburger Tor von ihren Fans empfangen wird. Es war bereits das dritte Mal, dass sich Deutschland und Argentinien in einem WM-Finale begegneten. 1986 gewannen die Argentinier in Mexiko-Stadt, vier Jahre später siegte die deutsche Elf in Rom.

Auf der Ehrentribüne im Maracaná-Stadion saß neben der brasilianischen Staatschefin Rousseff auch Russlands Präsident Wladimir Putin. Sein Land ist Gastgeber der nächsten Fußball-WM in vier Jahren.

Nur eine Stunde vor Beginn des Spiels war die Polizei in Rio de Janeiro mit Tränengas gegen eine kleine Gruppe von Demonstranten vorgegangen. Rund 200 Menschen hatten Medienberichten zufolge versucht, eine Absperrung in der Nähe des Maracaná-Stadions zu durchbrechen. Rund 26.000 Sicherheitskräfte waren während des Finales im Einsatz.

Hundertausende Brasilianer hatten noch Monate vor der WM gegen das Sportereignis protestiert und statt der immensen Ausgaben für die WM Investitionen in Bildung, Gesundheit und Reformen verlangt. Je näher die WM rückte, desto mehr ebbten die Kundgebungen allerdings ab. Beim Rousseffs Auftritt im Stadion machten allerdings viele Brasilianer ihrem Unmut Luft und pfiffen ihre Präsidentin aus.


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