Abschuss von MH17: Nur Russland und Ukraine haben solche Raketen

Beim Abschuss des Flugzeugs von Malaysia Airlines in der Ukraine ist offenbar ein sowjetisches Luftabwehr-System zum Einsatz gekommen. Über das System der Buk-M1-Batterie verfügen in der Region nur die Ukraine und Russland. Ein AP-Reporter behauptet, dass eine Batterie in den Händen der Rebellen gewesen sein soll.

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Eine Boeing 777-200 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines wurde im Luftraum der Ukraine abgeschossen. Sie stürzte im ostukrainischen Oblast Donezk ab. (Grafik: flightradars.eu)

Eine Boeing 777-200 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines wurde im Luftraum der Ukraine abgeschossen. Sie stürzte im ostukrainischen Oblast Donezk ab. (Grafik: flightradars.eu)

Beim Abschuss der Passagiermaschine von Malaysia Airlines in der Ukraine soll eine Buk-M1-Batterie zum Einsatz gekommen sein (mehr zum Absturz aktuell – hier).

Die Buk-M1 ist ein sowjetisches Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem. Innerhalb der NATO wird sie SA-11 Gadfly bezeichnet. Das Suchradar verfügt über eine Reichweite von 85 Kilometer.

Flugobjekte können bei einer Höhe zwischen 10 bis 20 Kilometer abgeschossen werden. Die Treffer-Wahrscheinlichkeit beim Abschuss von Flugzeugen liegt zwischen 60 und 90 Prozent.

Die Ukraine verfügt über etwa 60 und Russland über 250 Systeme dieses Luftabwehr-Modells, berichtet das US-Militärportal Global Security.

Nach Angaben eines Reporters von Associated Press befand sich am Donnerstag eine Buk-M1 im Oblast Donezk. Die Buk-M1-Batterie soll in den Händen der Separatisten gewesen sein (mehr hier). Die Separatisten bestreiten dies und sagen, sie verfügen über keine derartigen Waffen.

Der russische Präsident Wladimir Putin und die ukrainische Regierung distanzieren sich beiderseits von dem Abschuss der malaysischen Maschine. Kremlchef Putin übermittelte der malaysischen Regierung sein Beileid. Die Separatisten beschuldigen hingegen die Regierung in Kiew. Die habe das Flugzeug vorsätzlich abgeschossen.

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