Putin will Kuba zu Spionage-Insel gegen die USA ausbauen

Der Besuch Putins in Kuba hat offenbar eine bisher unbekannte Dimension: Die Russen wollen von Kuba aus die Amerikaner ausspionieren. Dazu wird eine Anlage aus der Sowjetzeit wieder in Betrieb genommen. Es ist zu erwarten, dass die Amerikaner die Aktivitäten der Russen in Kuba als Provokation ansehen.

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Russland hat sich mit Kuba auf die Reaktivierung der Spionage-Anlage Lourdes geeinigt. Das Gerät stammt aus der Sowjetzeit und richtet sich gegen die USA. Nach den Anschlägen des 11. Septembers wurde es außer Betrieb genommen.

Darauf einigten sich der russische Präsident Wladimir Putin und Kubas Staatsführung in Havanna.

Moskau legt großen Wert auf die Anlage. „Russland kämpft für seine legitimen Rechte innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft. Für uns ist die Anlage nicht weniger bedeutsam als für die ehemalige Sowjetunion“, zitiert Channel News Asia den russischen Ex-Spionage-Chef WyacheslaW Trubnikow.

Die Abhöranlage Lourdes wurde 1964 nach der Kuba-Krise zwischen Russland und den USA errichtet. Sie liegt nur 255 Kilometer entfernt von der US-Küste. Mit der Anlage zusammen wurden insgesamt 3.000 russische Soldaten auf Kuba stationiert. Russland zahlte Kuba jährlich 200 Millionen US-Dollar an Nutzungs-Gebühren. Lourdes wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geschlossen.

Bereits am vergangenen Freitag erließ Russland der Inselrepublik Kuba 90 Prozent der alten Sowjet-Darlehen. Diese belaufen sich auf 35 Milliarden US-Dollar. Die übrigen 10 Prozent sollen für Investitionen in Bildungsprojekte verwendet werden (mehr hier).


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