EU-Kommission will Färben von Ostereiern verbieten

Österreich und Deutschland lehnen Pläne der EU-Kommission ab, die biologische Landwirtschaft strenger zu kontrollieren. Den Plänen zufolge dürfen Bauern künftig nicht mehr zwischen biologischem und konventionellem Anbau wechseln. Agrarminister Schmidt fürchtet die Schließung von kleineren und mittleren Ökobetrieben.

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Die EU-Kommission plant Änderungen am bestehenden Regelwerk für die Biolandwirtschaft. Sie will etwa die Ausnahmen abschaffen, die den Bauern den Wechsel zwischen biologischem und konventionellem Anbau erlauben. Österreich und Deutschland lehnen die Pläne ab.

Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sagte am Montag, er halte solche strengen Regeln „nicht für praktikabel und nicht für notwendig“. Gewisse Ausnahmen sollten weiter bestehen, zitiert ihn die Kronen Zeitung.

Würden die Vorschläge der EU-Kommission in dieser Form umgesetzt, deute das „in manchen Bereichen auf eine Aufgabe von Ökobetrieben im mittleren und kleinen Bereich hin“, zitiert n-tv den CSU-Minister.

Auch Österreichs Agrarminister Andrä Rupprechter kritisiert die „überbürokratischen“ Bestimmungen der geplanten Regulierung. Wenn die EU-Verordnung tatsächlich umgesetzt würde, müssten viele Biobauern in Österreich aufhören.

„Wenn ich mir überlege, dass in Zukunft das Färben von Ostereiern nicht mehr möglich ist, dann ist das einfach absurd“, so der Minister am Montag. Nach den Brüsseler Plänen sollen Biobauern ihre Ostereier nicht mehr färben dürfen, da das Färben selbst nicht als biologisch gilt.

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