Internationale Fluglinien stellen Flüge nach Tel Aviv ein

Die drei größten amerikanischen Fluglinien und die Lufthansa haben ihre Flüge nach Israel vorübergehend eingestellt. Die Hamas hatte am Dienstag Ziele in der Nähe des internationalen Flughafens Ben Gurion mit Raketen beschossen.

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Mehrere US-Fluggesellschaften stellen wegen des Gazakonfliktes ihre Flüge nach Tel Aviv ein. Delta Air Lines, United Airlines und US Airways strichen ihre Verbindungen. Delta zufolge wurde am Dienstag eine Boeing 747 der Gesellschaft umgeleitet, weil es Berichte über einen Raketenbeschuss in der Nähe des internationalen Flughafens Ben Gurion nahe Tel Aviv gegeben hatte. Die Boeing 747 aus New York mit 273 Passagieren and 17 Besatzungsmitgliedern landete demnach in Paris. Die Lufthansa erklärte, sie beobachte die Lage sehr genau. „Wir haben aber noch keine Entscheidung getroffen“, sagte ein Sprecher.

Delta und United Airlines wollen Tel Aviv bis auf weiteres nicht mehr anfliegen. US Airways kündigte an, den Flug von Philadelphia nach Tel Aviv zumindest am Dienstagabend abzusagen.

Auch die Lufthansa stellt ihre Flüge von und nach Tel Aviv für die nächsten 36 Stunden ein. Zu diesem Schritt habe man sich wegen der unsicheren Lage am Flughafen Ben Gurion entschlossen, teilte Lufthansa am Dienstagabend mit. Die Entscheidung gelte für alle Flüge von Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines und Swiss. Die Fluglinine des Konzerns führen insgesamt aus Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien flugplanmäßig – abhängig vom Wochentag – zwischen sieben und zehn Flüge pro Tag nach Tel Aviv durch.

Die Hamas beschießt Israel seit zwei Wochen mit Raketen. Immer wieder kommt es auch in Tel Aviv zu Luftalarm. Die israelischen Streitkräfte gehen gegen die Hamas im Gazastreifen auch mit Bodentruppen vor. Bei der Offensive wurden nach Angaben palästinensischer Ärzte mehr als 550 Palästinenser getötet. Auf israelischer Seite sind 29 Menschen ums Leben gekommen, davon 27 Soldaten.

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