Schweiz will keine Sanktionen gegen Russland verhängen

Die Schweiz wird die EU-Sanktionen gegen Russland nicht „eins zu eins“ übernehmen. Denn diese könnten die europäischen Unternehmen schwer treffen. Russlands Präsident Putin hatte zuvor damit gedroht, die Energie-Preise anzuheben. Das würde die Preise ansteigen lassen. Am Ende müssten die Verbraucher die Zeche zahlen.

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Der Wirtschaftsminister der Schweiz, Johann Schneider-Ammann, spricht sich gegen die Russland-Sanktionen aus. Eine direkte Übernahme der EU-Sanktionen komme nicht in Frage.

Schweiz am Sonntag zitiert ihn:

„Wir sanktionieren nicht eins zu eins mit. Aber wir stellen sicher, und das ist das Entscheidende, dass die Schweiz nicht als Umgehungsplattform benutzt werden kann. Und das muss bis auf weiteres unsere Politik bleiben.“

Es sei wichtig, dass es auch „unparteiische“ Länder gebe. Schneider-Ammann sagt, dass die Sanktionen gegen Russland auch Unternehmen aus Europa und den USA schwer treffen könnten. Zuvor hatte Putin mit einer Erhöhung der Energiepreise gedroht. Eine Erhöhung würde automatisch in die Preise von Produkten und Dienstleistungen fließen. „Am Schluss bezahlt der Konsument“, zitiert der Tagesanzeiger Schneider-Ammann.

Ein Sprecher des Wirtschafts-Dachverbands Economiesuisse sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten:

„Wir sind weder für noch gegen die Sanktionen. Der Bundesrat hat die Entscheidungsbefugnis. Wir werden uns an seinen Vorgaben orientieren. Meldungen, wonach wir uns klar und deutlich für die EU-Sanktionen ausgesprochen haben sollen, sind falsch.“

Die EU hatte am Mittwoch weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen. Sie traten am Freitag in Kraft. Damit soll das Land zum Einlenken in der Ukraine-Krise bewegt werden (mehr hier).

Die EU-Kommission erwartet, dass die EU in diesem Jahr durch die Sanktionen 40 Milliarden Euro verliert. Das macht rund 0,3 Prozent des Brutto-Inland-Produktes aus (mehr hier).

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