Obama bereitet Bomben-Angriffe auf den Irak vor

Die USA wollen mit einem begrenzten Militärschlag im Irak gegen die Islamisten im Irak vorgehen. Gleichzeitig will Präsident Obama Lebensmittel für die Bevölkerung abwerfen lassen.

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Erstmals seit dem Abzug der US-Truppen aus dem Irak im Jahr 2011 erwägt Präsident Barack Obama nach Angaben aus der Armee wieder einen Militäreinsatz in dem von Islamisten bedrohten Land. Es gehe darum, den Vormarsch der extremistischen Sunniten-Miliz Islamischer Staat (IS) zu stoppen und die dadurch ausgelöste Katastrophe für die Menschen einzudämmen, sagte der Insider am Donnerstag in Washington der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte die New York Times gemeldet, Obama prüfe eine Reihe von Optionen, um den rund 40.000 Angehörigen der religiösen Minderheit der Jesiden zu helfen, die auf der Flucht vor den Extremisten in den Bergen Nordiraks ausharren. Neben Luftangriffen auf IS-Stellungen werde auch eine humanitäre Hilfsaktion wie das Abwerfen von Lebensmitteln erwogen, berichtete das Blatt unter Berufung auf einen hohen Regierungsvertreter.

Präsidialamtssprecher Josh Earnest hatte zuvor bekanntgegeben, dass Obama sich mit Mitgliedern des Nationalen Sicherheitsrates getroffen habe. Er lehnte eine direkte Stellungnahme zu einem militärischen Eingreifen ab, sagte aber, jede Militäraktion würde eng begrenzte Ausmaße haben. Man arbeite eng mit der Führung in Bagdad und den Kurden im Norden des Landes zusammen, um deren Anstrengungen zu unterstützen.

Die Sunniten-Extremisten der IS haben in den vergangenen Tagen weitere Städte unter ihre Kontrolle gebracht. Zehntausende Jesiden sind vor den Islamisten auf den Berg Sindschar geflohen. Sie sind nach UN-Angaben ohne ausreichend Wasser und Lebensmittel in einer Bergregion eingeschlossen. Mindestens 40 Kinder seien bereits an Dehydrierung gestorben.

Bereits vor wenigen Wochen hatte Obama einen neuerlichen Militäreinsatz im Irak angekündigt (mehr dazu hier).

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