Nach MH370 und MH17: Staatliche Fonds müssen Malaysia Airlines retten

Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines soll staatliche saniert werden. Der Staatsfonds Khazanah Nasional ist derzeit Mehrheits-Aktionär der Gesellschaft und will die Anteile der Minderheiten-Aktionäre aufkaufen. Die umstrittene Fluggesellschaft hatte in den vergangenen Jahren 40 Prozent ihres Werts verloren.

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Die angeschlagene Malaysia Airlines soll von der Börse genommen und mit staatlichem Geld saniert werden.

Nach den zwei schweren Unglücken in diesem Jahr erhält die Fluggesellschaft umgerechnet 325 Millionen Euro vom nationalen Staatsfond Khazanah Nasional. Der Staatsfonds hält 69 Prozent der Anteile an Malaysia Airlines.

Der Schritt soll den Weg für eine Komplett-Übernahme ebnen. Den Minderheiten-Aktionären sollen ihre Anteile abgekauft werden. Diese werden umgerechnet 0,08 US-Dollar per Anteil erhalten, meldet die Financial Times.

Khazanah Nasional hat in den vergangenen zehn Jahren bereits 1,2 Milliarden Euro in die Airline gepumpt. Auf den Schlusskurs vom Donnerstag zahlt er einen Aufschlag von 12,5 Prozent. Insider erläuterten, ein Umbau der Fluggesellschaft sei abseits der Börse einfacher.

Zuvor drohte der Fluggesellschaft der Konkurs. Deshalb forderte der Leiter der Luftfahrt bei der DVB Bank, Bertrand Grabowski, eine „explizite und massive Unterstützung“ durch die malaysische Regierung. In den vergangenen Jahren ist der Marktwert von Malaysia Airlines um mehr als 40 Prozent gesunken.

Der Luftfahrt-Partner der international tätige Wirtschaftskanzlei Bird & Bird, Leo Fatterini, fordert eine Privatisierung von Malaysia Airlines. Ein Zusammenschluss mit einer ausländischen Gesellschaft wie zum Beispiel Eithad Airways sei ebenfalls denkbar, um die Zukunft der Fluggesellschaft zu sichern (mehr hier).

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