Währungskrieg: Indische Unternehmen stoßen Dollar ab

Indische Unternehmen verkaufen US-Dollars, um die Rupie zu stützen. Die Schwellenländer werden zunehmend in einen globalen Währungskrieg verwickelt. Sie reagieren, indem sie sich gegen den Dollar wenden, um ihre eigenen Währungen zu retten.

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Nach Kursverlusten am Freitag hat sich die indische Rupie etwas erholt. Sie stieg um 0,1 Prozent auf einen Wert von 61,1450 pro Dollar. Zuvor war sie auf einen Vier-Monats-Tief von 61,74 pro Dollar gefallen.

Auslöser des Tiefs war unter anderem die Ankündigung der USA, irakische Stellungen von Islamisten der Organisation „Islamischer Staat“ (IS) zu bombardieren. Doch auch der andauernde Ukraine-Konflikt belastet die Währungskurse der Schwellenländer (mehr hier).

Ausländische Investoren tun sich derzeit schwer, Investitionen in den Schwellenländern zu tätigen. Angesichts der weltweiten „geopolitischen Spannungen“ befürchten sie Verluste für ihre Anlagen. Denn die Schwellenländer sind besonders anfällig für Krisen.

Bloomberg zitiert den Devisenhändler der staatlichen Andhra Bank, Vikas Babu:

„Exportunternehmen hatten Dollar verkauft. Dadurch halfen sie der Rupie, sich zu erholen. Am Morgen war aufgrund geopolitischer Spannungen eine große Panik ausgebrochen, die die Währungen aller Schwellenländer schwer traf.“

Die Rendite für zehnjährige indische Staatsanleihen stieg am Freitag zeitweise auf 8,68 Prozent und schloss den Tag mit 8,64 Prozent ab.

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