Rotes Kreuz verhandelt mit Russland und Ukraine über Hilfe für Ost-Ukraine

Das Rote Kreuz will mit Russland und der Ukraine gemeinsam einen Rettungs-Konvoi in den Osten des Landes schicken. Die Russen fordern seit Tagen Hilfe für die humanitäre Katastrophe. Die Nato warnt davor, die Russen in eine solche Hilfsaktion einzubeziehen. Die Russen wollten unter dem Deckmantel der Hilfe in der Ukraine einmarschieren.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat Gespräche mit russischen und ukrainischen Regierungsvertretern über einen Hilfseinsatz in der Ostukraine bestätigt. Mit beiden Seiten sei erörtert worden, welche Voraussetzungen für einen Konvoi mit Hilfsgütern erfüllt werden müssten, damit sie ihre neutrale Rolle gewährleisten könne, erklärte die Hilfsorganisation am Montagabend. Das Rote Kreuz drang auf Sicherheitsgarantien. Eine Eskortierung durch bewaffnete Kräfte lehnte es indes ab. Zuvor hatte die ukrainische Regierung einem internationalen Hilfseinsatz auch unter russischer Beteiligung zugestimmt. Dieser müsse allerdings unter Leitung des Roten Kreuzes stattfinden, sagte Präsident Petro Poroschenko.

Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte an, Russland werde in Kooperation mit dem Roten Kreuz einen Hilfskonvoi in die Ostukraine entsenden, wo sich seit Monaten ukrainische Truppen erbitterte Gefechte gegen prorussische Separatisten liefern. Infolge der Kämpfe wurden insbesondere in den Rebellenhochburgen Donezk und Luhansk Lebensmittel und Wasser immer knapper. Der Westen hat die Befürchtung geäußert, Russland könnte unter dem Deckmantel eines Hilfskonvois in die Ostukraine einmarschieren.

Das Rote Kreuz geht davon aus, dass in der Ostukraine derzeit Tausende Menschen ohne ausreichend Wasser, Medizin und Elektrizität auskommen müssten.

Die Nato hatte am Montag davor gewarnt, dass die Russen versuchen würden, einen Hilfskonvoi als Tarnung für eine Invasion zu nützen (mehr dazu hier).

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick