Rotes Kreuz verhandelt mit Russland und Ukraine über Hilfe für Ost-Ukraine

Das Rote Kreuz will mit Russland und der Ukraine gemeinsam einen Rettungs-Konvoi in den Osten des Landes schicken. Die Russen fordern seit Tagen Hilfe für die humanitäre Katastrophe. Die Nato warnt davor, die Russen in eine solche Hilfsaktion einzubeziehen. Die Russen wollten unter dem Deckmantel der Hilfe in der Ukraine einmarschieren.

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Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat Gespräche mit russischen und ukrainischen Regierungsvertretern über einen Hilfseinsatz in der Ostukraine bestätigt. Mit beiden Seiten sei erörtert worden, welche Voraussetzungen für einen Konvoi mit Hilfsgütern erfüllt werden müssten, damit sie ihre neutrale Rolle gewährleisten könne, erklärte die Hilfsorganisation am Montagabend. Das Rote Kreuz drang auf Sicherheitsgarantien. Eine Eskortierung durch bewaffnete Kräfte lehnte es indes ab. Zuvor hatte die ukrainische Regierung einem internationalen Hilfseinsatz auch unter russischer Beteiligung zugestimmt. Dieser müsse allerdings unter Leitung des Roten Kreuzes stattfinden, sagte Präsident Petro Poroschenko.

Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte an, Russland werde in Kooperation mit dem Roten Kreuz einen Hilfskonvoi in die Ostukraine entsenden, wo sich seit Monaten ukrainische Truppen erbitterte Gefechte gegen prorussische Separatisten liefern. Infolge der Kämpfe wurden insbesondere in den Rebellenhochburgen Donezk und Luhansk Lebensmittel und Wasser immer knapper. Der Westen hat die Befürchtung geäußert, Russland könnte unter dem Deckmantel eines Hilfskonvois in die Ostukraine einmarschieren.

Das Rote Kreuz geht davon aus, dass in der Ostukraine derzeit Tausende Menschen ohne ausreichend Wasser, Medizin und Elektrizität auskommen müssten.

Die Nato hatte am Montag davor gewarnt, dass die Russen versuchen würden, einen Hilfskonvoi als Tarnung für eine Invasion zu nützen (mehr dazu hier).

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