Ebola-Verdacht: Polizei sperrt Berliner Jobcenter

In einem Berliner Jobcenter ist eine Frau mit Ebola-typischen Symptomen zusammengebrochen. Sie wurde in die Isolierstation eines Krankenhauses eingeliefert.Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Doch die Angst vor dem „afrikanischen“ Virus schürt indes den Rassismus weltweit.

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Update: Die Charité geht inzwischen nicht mehr von einer Ebola-Infektion aus, berichtet der RBB.

In einem Jobcenter im Berliner Stadtteil Pankow gab es am Dienstag einen Ebola-Verdachtsfall. Eine Frau aus Westafrika brach mit typischen Symptomen des Ebola-Virus  ohnmächtig zusammen. Ein Notarztwagen wurde gerufen und das Gelände weiträumig abgesperrt, berichtet die Berliner Zeitung.

Die Patientin habe angegeben, in ihrem Heimatland Kontakt zu Ebola-Opfern gehabt zu haben und wurde in die Isolierstation des Virchow-Klinikums eingeliefert. Dort habe das Personal die Betreuung von Ebola-Patienten bereits geprobt. Aus Sicherheitsgründen hatte die Polizei das Gebäude bis zum Nachmittag weiträumig abgesperrt, inzwischen dürfen die registrierten Besucher das Gebäude wieder verlassen.

Mehrere Kontaktpersonen sind ebenfalls in eine Klinik gebracht worden, darunter auch die vier Sanitäter, die als Ersthelfer vor Ort waren. Inzwischen geht die Charite nicht mehr von einem Ebola-Fall aus, die Maßnahmen waren offenbar der allgemeinen Panik geschuldet.

Die Panik vor dem meist tödlichen Virus aus Westafrika birgt noch eine ganz andere Gefahr: Die Angst vor einer Ansteckung führt zunehmend zu einer Diskriminierung von Afrikanern. Bisher haben sich die meisten Verdachtfälle in Europa als Malariainfektionen herausgestellt. Dennoch dürfen zum Beispiel  in dieser Bar in Südkorea Afrikaner nicht mehr bedient werden, wie Mediaequalizer berichtet:

Die Angst vor Ebola schürt nicht nur in Südkorea Rassismus. (Foto: mediaequalizer.com)

Die Angst vor Ebola schürt nicht nur in Südkorea Rassismus. (Foto: mediaequalizer.com)

 

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