Enteignung: Die Verursacher werden nicht bestraft

Das Finanzsystem wird von den verantwortlichen Playern zu einem Feudalsystem umgewandelt. Die einzige Chance der Bürger, eine globale Ausbreitung dieses Systems zu verhindern: Sie müssen ihren Regierungen beim hemmungslosen Schuldenmachen in die Parade fahren.

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In einem Interview mit dem Finanzportal Finanzmatktwelt erklärt DWN-Herausgeber Michael Maier, dass er nicht mit einem schlagartigen Crash, sondern einer schleichenden Umwandlung der Gesellschaften in ein globales Finanzsystem rechnet:

„Der große Crash ist vom Schreibtisch her immer eine verlockende Lösung. Tatsächlich wird er, sollte es tatsächlich dazu kommen, nicht die Schuldigen bestrafen, sondern die normalen Bürger und Sparer. Er wird außerdem den sozialen Frieden zerstören, mit einer Radikalisierung in der Politik, deren erste Vorboten wir heute schon weltweit erleben. Ich erwarte keinen großen Crash, sondern eine Folge vieler kleiner, repressiver Sequenzen: Die Troika, Zypern, Sparbuchsteuer in Spanien – das alles sind erste Vorboten. Die Arbeitslosigkeit ist in Europa anhaltend hoch – und das, obwohl die jungen Leute viel besser ausgebildet sind als früher. Am Ende sehe ich ein schleichendes Feudal-System, in welchem die bürgerlichen Freiheiten auf der Strecke bleiben. Ein solches System – noch dazu weltweit – können wir den kommenden Generationen nicht zumuten. Wer dagegen nicht rechtzeitig Widerstand leistet, macht sich mit schuldig.

Das gesamte Interview lesen Sie bitte auf Finanzmarktwelt.


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