Ukraine: Proteste in Kiew, weil Armee im Osten unter Druck gerät

In Kiew haben am Donnerstag Angehörige gegen die unzureichende Bewaffnung und Ausrüstung der Soldaten der ukrainischen Armee protestiert. Sie forderten den Rücktritt des Verteidigungsministers, weil er für den mangelnden Erfolg im Kampf gegen die Rebellen verantwortlich sei.

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Am Donnerstag haben sich etwa 2000 Ukrainer vor dem Verteidigungsministerium in Kiew zu einem Protest zusammengefunden. Viele von ihnen sind Soldaten-Angehörige. Unter ihnen finden sich Ehefrauen, Freundinnen, Mütter und Väter von Armee-Angehörigen.

Sie fordern Soforthilfen für die ukrainischen Soldaten im Osten des Landes. Die Truppen in Ilowaisk sind eingeschlossen. Die Rebellen haben sie umzingelt und reiben sie auf. Deshalb müsse unverzüglich eine Befreiungs-Aktion stattfinden.

„Die Truppen brauchen Panzerabwehr-Raketen, Panzer, gepanzerte Fahrzeuge und militärisch-technisches Material“, zitiert Radio Free Europe/Radio Liberty einen Sprecher der Demonstranten.Weiterhin sei es an der Zeit, dass der ukrainische Verteidigungsminister Waleri Heletai zurücktritt.

Auch innerhalb der ukrainischen Armee habe der Minister keine Unterstützer. Die Kommandanten hätten nur schlechte Worte für Heletai übrig. Der Verteidigungsminister sei verantwortlich für die militärische Misere in der Ostukraine.

Auch der US-Geheimdienst Stratfor sieht die ukrainische Armee im Osten des Landes in der Defensive. 

Die Demonstranten blockierten eine Straße, um ihrer Wut über die Ereignisse Luft zu machen. Sie fordern von Präsident Petro Poroschenko ein entschiedenes Vorgehen gegen die Separatisten. Inkompetente und korrupte Generäle müssten gefeuert werden, meldet die Kyiv Post.

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