Ukraine: Poroschenko verkündet Waffenruhe im Osten

Der ukrainische Präsident Poroschenko hat nach einem Telefonat mit Wladimir Putin eine Waffenruhe für die Ostukraine ausgerufen. Ob eine Zustimmung der Rebellen vorliegt, ist zur Stunde unklar.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

12.53 Uhr – Der staatliche ukrainische Stromkonzern Ukrinterenergo ordnet an, die Versorgung der Verbraucher auf der Krim zu begrenzen. Anderenfalls werde man wegen des Elektrizitätsmangels auf dem Festland gezwungen sein, der Krim den Strom ganz abzuschalten.

12.30 Uhr – Die ukrainische Präsidialverwaltung hat eine Mitteilung zur Waffenruhe im Konfliktgebiet Donbass mit einer Korrektur deutlich abgemildert. Die Behörde strich den Zusatz „dauerhaft“ und informierte nur noch von einem vereinbarten „Regime der Feuerpause“, wie am Mittwoch auf der Internetseite des Präsidentenamtes zu sehen war.

12.08 Uhr: Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk kündigt die Absicht seines Landes an, eine Mauer zu Russland zu errichten. Damit würde eine „echte Staatsgrenze“ entstehen, berichtet Ukrinform.

11.30 Uhr – Die Separatisten zweifeln laut russischer Nachrichtenagentur RIA daran, dass die ukrainische Armee ihre Gefechte einstellen wird. „Poroschenko hat keine Kontrolle über die Bataillone und es gibt keine Hinweise darauf, dass sie sich seiner Entscheidung unterordnen“, so Wladislaw Brig von der ausgerufenen „Volksrepublik Donezk“.

 10.55 Uhr – Ein Sprecher von Wladimir Putin stellt laut Nachrichtenagentur RIA klar, der russische Präsident habe sich im Telefonat mit Ukraines Staatsoberhaupt Petro Poroschenko nicht auf eine Waffenruhe verständigt, weil Russland im Ukraine-Konflikt keine Partei sei.

10.04 – Russland und die Ukraine haben sich nach Angaben des Präsidialamtes in Kiew auf eine permante Waffenruhe für den Osten des Landes geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung hätten die Präsidenten Wladimir Putin und Petro Poroschenko in einem Telefonat erzielt, verkündet der ukrainische Präsident Poroschenko.

09.33 – Ein in der umkämpften Ostukraine vermisster russischer Fotojournalist ist nach Angaben aus Moskau bei einem Angriff ukrainischer Soldaten auf eine Fahrzeugkolonne getötet worden. Eine in einem zerstörten Auto in der Nähe von Donezk gefundene Leiche sei als Körper des Reporters Andrej Stenin identifiziert worden, teilte der Chef der Staatsagentur Ria Nowosti, Dmitri Kisseljow, mit.

Stenin arbeitete für Ria im Konfliktgebiet und galt seit Anfang August als vermisst. Die russische Ermittlungsbehörde in Moskau machte ukrainische Soldaten für den Angriff auf die Fahrzeugkolonne verantwortlich. Das Außenministerium forderte Aufklärung.

09.30 Uhr – Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, tritt für eine Verhandlungslösung des Ukrainekonfliktes unter Einbeziehung der USA und der EU ein. Man müsse auf einen Waffenstillstand drängen, der vor allem für die Ukraine „einen großen Kompromiss“ bedeute, sagte der frühere Diplomat dem Stern. Auch eine Beteiligung der Separatisten an Verhandlungen halte er für möglich.

„Die Nato wird keinen Krieg um die Ukraine führen“, sagte Ischinger. Die Regierung in Kiew muss akzeptieren, dass sie ihre Ziele in der Ostukraine militärisch nicht durchsetzen kann. Denn Russland wird eine militärische Niederlage im Donbass nicht hinnehmen, und Putin sitzt am längeren Hebel.“ Die Zeit für friedliche Lösungen sei knapp. „Das Eis, auf dem wir wandeln, ist immer noch sehr dünn.“

09.27 – Kremlsprecher Dmitri Peskow zufolge, haben sich beide Staatschefs darüber verständigt, was getan werden muss, um „den schnellstmögliches Stoppen des Blutvergießens im Südosten der Ukraine“ zu erzielen.

08.23 Uhr – Das russische Verteidigungsministerium kündigt laut Nachrichtenagentur RIA ein großes Militärmanöver für September an. Daran würden Streitkräfte teilnehmen, die für das nukleare Langstreckenraketen-Arsenal Russlands zuständig seien. Im Gespräch waren mehr als 4000 Soldaten und etwa 400 technische Einheiten.

08.10 Uhr – Die Präsidenten Russlands und der Ukraine, Putin und Poroschenko, haben nach russischen Angaben in einem Telefonat über Wege aus der Ukraine gesprochen. Dabei sei man sich in der Frage, was unternommen werden müsse, weitgehend einig gewesen, teilt ein Putin-Sprecher laut der Nachrichtenagentur Interfax mit.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick