Manöver: USA schicken Bodentruppen an die Grenze zur Ukraine

Die Amerikaner werden eine 600 Mann starke Bodentruppe zu einem Manöver an die ukrainische Westgrenze schicken. Insgesamt sollen 1.000 Nato-Soldaten verlegt werden, um ein Zeichen der Solidarität an die Ukraine im Kampf gegen Russland zu geben.

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Mit dem Manöver „Rapid Trident“ will die Nato an der Grenze zur Ukraine Präsenz zeigen. Das Manöver findet vom 16. Bis zum 26 September statt. Reuters ordnet das Manöver ein: Die Entscheidung, das Manöver trotz der Spannungen mit Russland durchzuführen, sei ein „Zeichen der Verpflichtung der Nato-Staaten, das nicht-Nato-Mitglied Ukraine zu unterstützen, ohne dass ein militärisches Eingreifen in den Konflikt erfolgt“.

Die Nato trifft sich am Mittwoch zu einem Gipfel in Wales und will mit dem Manöver dokumentieren, dass sie schnell handlungsfähig ist. Spätestens im kommenden Jahr soll dann eine „schnelle Eingreiftruppe“ unter britischem Oberkommando in der Lage sein, militärisch in Osteuropa zu intervenieren.

Die Nato wird für das Manöver etwa 1.000 Soldaten einsetzen. 600 werden aus den USA nach Polen, Litauen, Lettland und Estland verlegt. Der Einsatz von Bodentruppen ist neu: Bisher waren nur Übungen mit der Luftwaffe und leicht bewaffneten Fallschirmspringern geplant. Nun werden auch US-Panzer an die Westgrenze der Ukraine verlegt. An dem Manöver werden auch Truppen der Ukraine teilnehmen – was insoweit erstaunlich ist, als die Ukraine im Kampf gegen die Rebellen im Osten massiv ins Hintertreffen geraten ist und man eigentlich annehmen würde, dass sie alle verfügbaren Truppen zum Kampf um den Donbass benötigt.

Präsident Barack Obama wird am Mittwoch Estland besuchen. Der estnische Premier hatte bereits den Wunsch geäußert, eine ständige US-Militärpräsenz in seinem Land zu etablieren.

Das Manöver ist kein offizielles Nato-Manöver, sondern, wie das Pentagon mitteilt, eine gemeinsame Übung zur Friedenserhaltung.


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