Umfrage: AfD kann bei Bundestags-Wahl auf 22 Prozent der Stimmen kommen

Die Rückkehr der Euro-Krise, die sich in den drastischen Maßnahmen der EZB manifestiert, spielt auch der AfD in die Karten: Einer neuen Umfrage zufolge könne sich 22 Prozent der Deutschen vorstellen, die Partei bei der nächsten Bundestagswahl zu wählen.

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Das Wählerpotenzial der AfD liegt bei einem Mehrfachen ihrer aktuellen Umfragewerte. Nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Emnid für Bild am Sonntag können sich 22 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl ihr Kreuz bei der neuen Partei zu machen. Das AfD-Potenzial ist bei Männern mit 25 Prozent größer als bei Frauen (19 Prozent), im Westen genauso groß wie im Osten (je 22 Prozent). Nur 23 Prozent der Bundesbürger erwarten, dass die AfD auf Dauer eine wichtige Rolle in der deutschen Politik spielen wird. 71 Prozent erwarten das nicht.

Den Angaben zufolge fragte Emnid auch die Zustimmung zu den Inhalten der Alternative für Deutschland ab. Dabei unterstützten 83 Prozent der Befragten den AfD-Slogan «Einwanderung braucht strikte Regeln», 45 Prozent das Leitbild der «Drei-Kind-Familie» und immerhin 33 Prozent die These «Deutschland braucht den Euro nicht». Den Vorwurf, die AfD sei eine rechtsradikale Partei, teilten 64 Prozent nicht, nur 17 Prozent sind dieser Auffassung.

Im aktuellen Sonntagstrend erreicht die Alternative für Deutschland derzeit bundesweit sechs Prozent und wäre damit auch im Bundestag vertreten. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Einen Punkt abgeben müssen CDU/CSU (jetzt 42 Prozent) und SPD (25 Prozent). Die Linke erreicht zehn Prozent (plus ein Prozentpunkt), die Grünen unverändert neun Prozent. FDP und Sonstige liegen ebenfalls unverändert bei drei beziehungsweise fünf Prozent.


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