Neue Umfrage: Schottland bleibt im Vereinigten Königreich

Eine neue Umfrage hat ergeben, dass eine Mehrheit der Schotten gegen die Unabhängigkeit von Großbritannien stimmen könnten. Es wird jedoch eine ganz knappe Entscheidung geben. Die neue Umfrage verlieh dem britischen Pfund Auftrieb.

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Nachlassende Spekulationen auf eine baldige Unabhängigkeit Schottlands haben dem Pfund Sterling am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die britische Währung verteuerte sich auf 1,6223 Dollar, nachdem sie am Vortag auf ein Zehn-Monats-Tief von 1,6050 Dollar gefallen war. Gefragt waren auch schottische Aktien wie Royal Bank of Scotland (RBS) oder Lloyds.

Dax und EuroStoxx50 kamen dagegen kaum vom Fleck und lagen am Abend jeweils knapp im Minus bei 9691,28 und 3237,76 Punkten. An der Wall Street gaben Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 um 0,1 bis 0,2 Prozent nach.

Einer Umfrage im Auftrag des „Daily Record“ zufolge wollen bei der Abstimmung am 18. September 53 Prozent der Schotten für einen Verbleib im Vereinigten Königreich stimmen. 47 Prozent seien für eine Unabhängigkeit, zehn Prozent unentschieden. In einer anderen, am Wochenende veröffentlichten Erhebung hatte sich eine Mehrheit für eine Loslösung Schottlands ausgesprochen und damit die Finanzmärkte in Aufregung versetzt.

„Die jüngste Umfrage ist relativ ermutigend“, sagte Alexandre Baradez, Chef-Analyst beim Frankreich-Ableger des Brokerhauses IG Markets. „Es ist aber immer noch sehr knapp. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung vergrößert es die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Referenden im spanischen Katalonien oder im belgischen Flandern.“ Anleger sollten sich wappnen.

Dennoch griffen einige von ihnen zunächst bei schottischen Aktien zu. Die Großbanken RBS und Lloyds, der Versicherer Standard Life und der Versorger SSE gewannen zwischen 1,1 und 2,8 Prozent.

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