Russland-Sanktionen: EU muss noch mehr Bauern retten

Die Sanktionen gegen Russland werden zum Fass ohne Boden: Die EU muss erneut Steuergelder in Millionenhöhe an die Bauern umleiten, um deren Umsatzausfälle zu kompensieren.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die EU-Kommission hat weitere Hilfen für die vom russischen Einfuhrstopp betroffenen Landwirte in Aussicht gestellt. Einzelheiten zum Umfang der Unterstützung sollen Anfang kommender Woche vorgelegt werden, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Mittwoch. Eine Summe nannte er nicht. Die EU hat bereits 125 Millionen Euro an Hilfen angekündigt, nachdem Russland als Reaktion auf westliche Sanktionen ein Einfuhrverbot für Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte auch aus der Europäischen Union verhängt hatte. Jedoch wurde die Auszahlung auf Eis gelegt, nachdem es eine Flut von Anfragen gab.

So haben polnische Bauern Diplomaten zufolge mehr Entschädigung gefordert als die gesamte EU in einem Jahr an Agrarprodukten nach Russland exportiert. Die EU liefert pro Jahr landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von rund elf Milliarden Euro dorthin.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick