Entscheidung in Schottland: Barroso, Van Rompuy, Rasmussen sind zufrieden

In Brüssel ist die Erleichterung nach dem schottischen Nein groß. Die EU hatte „nicht einmal einen Plan A“, wie mit einem unabhängigen Schottland umzugehen sei, sagt Parlamentspräsident Martin Schulz. Die internationalen Reaktionen im Überblick:

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Der scheidende EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso begrüßt das „Nein“ Schottlands zur Loslösung von Großbritannien. „Das Ergebnis ist gut für ein einiges, offenes und stärkeres Europa, für das die EU-Kommission steht.“ Die Kommission begrüße zugleich die Tatsache, dass Schottlands Regierung und Bevölkerung wiederholt ihr Engagement für Europa bekräftigt habe.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, ist mit dem Ergebnis zufrieden, da die EU „nicht einmal einen Plan A“ hatte, wie sie mit einem unabhängigen Schottland umgehen sollte.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy respektiert „die willkommene Wahl der Schotten. Großbritannien ist ein wichtiges EU-Mitglied, so profitieren alle Bürger und Mitgliedstaaten“.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußert sich nach dem Ergebnis des Referendums erfreut, dass Großbritannien ein „vereinigtes Land“ bleibt.

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy bezeichnet das Scheitern des Referendums als bestes Ergebnis für Europa. Mit der Entscheidung seien die „schlimmen wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen und politischen Folgen einer Trennung von Großbritannien und Europa“ vermieden worden. In Spanien gibt es auch starke Unabhängigkeitsbestrebungen etwa der Katalanen und Basken.

Der britische Premierminister David Cameron stellt den Schotten mehr Befugnisse in Aussicht. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle bis Januar veröffentlicht werden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßt den Ausgang des Referendums: „Ich glaube, dass das eine gute Entscheidung für Schottland, Großbritannien und auch für Europa ist.“ Die Bundesregierung wünsche sich das Vereinigte Königreich als einen kraftvollen und engagierten Partner in Europa.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler meint, „Europa braucht mehr Schottländer“. Er begrüßt, ungeachtet der Niederlage, dass ein „übermächtiger Zentralstaat“ erstmals ernsthaft in Frage gestellt wurde.

Der britische Vorsitzende der Labour-Partei und Oppositionsführer, Ed Miliband, sagte, der „Wandel hat nicht heute geendet. Er beginnt heute“. Die Wähler in Schottland häten geziegt, dass das Land nur für eine kleine Elite an der Spitze funktioniert. Dies werde die Labour-Partei ernst nehmen.

Der britische Vize-Premierminister Nick Clegg zeigt sich „absolut erfreut“, dass die Schotten sich gegen die Unabhängigkeit entschieden haben.

Der Chef der schottischen Nationalisten, Alex Salmond, sagt, Schottland habe entschieden, dass es kein unabhängiges Land werde. Er akzeptiere die Niederlage.

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