Umfrage: Sorge der Deutschen vor einem Krieg deutlich gestiegen

Eine Allensbach-Umfrage zeigt, dass die Angst der Deutschen vor einem Krieg deutlich gestiegen ist. Vor allem die jungen Deutschen halten eine Eskalation für möglich. Die Mehrheit der Deutschen sieht die Lage in der Welt dagegen sehr entspannt.

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Angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten hat einer Umfrage zufolge auch in Deutschland die Kriegsangst wieder zugenommen. In einer Allensbach-Umfrage bezeichneten 26 Prozent der Deutschen einen neuen Weltkrieg für möglich, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Im Jahr 2000, als Allensbach diese Frage zum letzten Mal gestellt habe, hätten nur 13 Prozent diese Befürchtung geäußert, heißt es im Vorabbericht. 42 Prozent der Befragten waren dagegen der Meinung, niemand mehr werde einen großen Krieg riskieren. Vor 14 Jahren waren noch 60 Prozent dieser Ansicht.

Allensbach-Chefin Renate Köcher sagte der Zeitung, diese Veränderung sei nach Maßstäben der Meinungsforscher „gravierend“. Nach wie vor halte aber nur eine Minderheit einen Krieg für denkbar. Im Alltag der Menschen spiele diese veränderte Einschätzung auch keine große Rolle. „Die Grundstimmung in Deutschland ist nicht von großer Besorgnis geprägt“, sagte die Meinungsforscherin. Es sei allerdings bemerkenswert, dass Jüngere eher einen Krieg für denkbar hielten als die Generation ihrer Großeltern, die die Auswirkungen des letzten großen Krieges teilweise noch bewusst erlebt habe, sagte Köcher.

Die Umfrage wurde im August erhoben und ist dem Vorabbericht zufolge repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahre.

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