Blackberry stellt quadratisches Handy vor

Der vor allem bei Geschäftsleuten immer noch beliebte BlackBerry wird quadratisch: Es ist eine gewagte Veränderung für ein eigentlich konservatives Publikum.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der neue BlackBerry Passport. (Foto: BlackBerry)

Der neue BlackBerry Passport. (Foto: BlackBerry)

Der Smartphone-Pionier BlackBerry will nach einer dreijährigen Restrukturierung mit einem neuen quadratischen Handy die Wende schaffen. Der kanadische Konzern stellte am Mittwoch in Toronto, London und Dubai sein neues Gerät im Reisepass-Format vor. Das Blackberry mit dem Namen „Passport“ ist mit einem hochauflösenden, quadratischen Display ausgerüstet, unter dem sich eine neuartige dreizeilige Tastatur befindet. Das Handy soll ohne Vertrag in den USA 599 Dollar kosten und ab Mittwoch erhältlich sein. Bis Jahresende soll es in mehr als 30 Ländern verfügbar sein. „BlackBerry kämpft immer noch ums Überleben. Das Unternehmen braucht die Kehrtwende und ein funktionierendes Geschäftsmodell“, sagte Brian Colello, Analyst beim Finanzdienstleistungsunternehmen Morningstar. An der Nasdaq begrüßten die Börsianer die neue Strategie des Unternehmens. Die BlackBerry-Aktie legte um 3,4 Prozent zu.

Am Freitag gibt BlackBerry seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt. Der strauchelnde Smartphone-Pionier hatte zum Jahresauftakt dank hoher Kosteneinsparungen seinen Verlust überraschend deutlich auf 60 Millionen Dollar verringert. Der kanadische Konzern hat turbulente Zeiten hinter sich, in denen es ums nackte Überleben ging. Der Marktanteil der noch bis Ende 2013 vom Deutschen Thorsten Heins geführten Firma brach binnen weniger Jahre von 20 auf zwei Prozent ein. Rivalen wie Samsung, Apple und Google sind enteilt. Blackberry strich 9500 Stellen, bat seine Kunden in einem offenen Brief um Treue, stellte sich zeitweise selbst zum Verkauf und setzte am Ende nach einer Milliarden-Spritze seines Großaktionärs doch auf eine eigenständige Zukunft. Unter dem neuen Chef John Chen wurden firmeneigene Immobilien verkauft und der Vorstand umgekrempelt.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick