Ifo: Kein Wachstum wegen Rückgang der deutschen Exporte

Das Ifo-Institut erwartet wegen der unsicheren Lage für die Exporteure kaum Wirtschaftswachstum. Dagegen helfe weder das gute Inlandsgeschäft noch die ausgezeichnet laufende Baubranche. Für das dritte Quartal werde die Wachstumsquote erneut um die Null liegen.

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Angesichts der kräftigen Stimmungseintrübung in Deutschlands Chefetagen dürfte die Wirtschaft nach Einschätzung des Ifo-Instituts auch im Sommer kaum gewachsen sein. „Nach dem schwachen zweiten Quartal werden wir wahrscheinlich auch ein schwaches drittes Quartal haben“, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. Er bekräftigte seine im August geäußerte Stagnationsprognose für das dritte Quartal: „Es wird um die Null sein.

Für das Gesamtjahr erwarte er nach wie vor eine Senkung der Ifo-Wachstumsprognose von 2,0 Prozent in Richtung 1,5 Prozent: „Wir gehen unverändert davon aus, dass wir in diesem Bereich landen werden.“

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft ist wegen der Ukraine-Krise so schlecht wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im September bereits den fünften Monat in Folge – und zwar von 106,3 auf 104,7 Punkte. „Es gibt kaum Lichtblicke“, sagte Wohlrabe. Hauptbelastungsfaktoren seien die gesunkenen Erwartungen in den Bereichen Export und Investitionsgüter. Auf die Stimmung drücke vor allem die Situation in den europäischen Nachbarländern: „Die Wirtschaft in der Europäischen Union ist weiter am Kränkeln, und die Ukraine-Krise sorgt für eine generelle Unsicherheit.“

Darüber könne auch das Geschäft im Inland nicht hinwegtrösten. „Der Konsum läuft zwar weiterhin sehr gut, aber die Bäume wachsen dort auch nicht in den Himmel“, sagte der Konjunkturexperte. „Der Baubranche geht es zwar ebenfalls ausgezeichnet, aber nicht ganz so gut, wie manche noch am Jahresanfang gedacht haben.“

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