Gegen die Nato: Russland verstärkt seine Schwarzmeer-Flotte

Wegen der Nato-Ausdehnung in der Region sei ein Aufrüsten der Schwarzmeer-Flotte dringen notwendig, sagt der Kreml. Auf der Krim wird daher ein zweiter Marinestützpunkt errichtet. Zudem soll die Flotte in wenigen Jahren mit 80 neuen Kriegsschiffen aufgestockt werden.

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Russland will seine Schwarzmeer-Flotte deutlich ausbauen und nahe der Stadt Noworossijsk einen zweiten Marinestützpunkt fertigstellen. Bei einem Besuch von Präsident Wladimir Putin in der Hafenstadt am Dienstag sagte der Kommandeur der Flotte, Vizeadmiral Alexander Witko, bis 2020 solle die Streitmacht mehr als 80 neue Kriegsschiffe erhalten. Der Stützpunkt Noworossijsk solle bis 2016 fertig sein. Der Hauptstützpunkt der Flotte ist Sewastopol auf der Krim. Er war ursprünglich von der Ukraine gepachtet worden. Im März gliederte Russland nach einer umstrittenen Volksabstimmung die Halbinsel Krim in sein Staatsgebiet ein.

Der zweite Marinestützpunkt in der Region sei wegen der Nato-Ausdehnung notwendig, sagte der Admiral. Mit den zusätzlichen Schiffen werde die Schwarzmeerflotte auf 206 Kriegs- und Versorgungsschiffe anwachsen. „Schiffe der Nato sind permanent im Schwarzen Meer präsent“, sagte Witko.

Die Nato hält regelmäßig Militärmanöver in der Region ab, vor allem seit dem Beginn der Ukraine-Krise. Nach Angaben aus Nato-Kreisen in Brüssel gibt es entgegen den Angaben von Witko jedoch keine Pläne für einen Nato-Stützpunkt. Die Allianz habe durch ihre Mitglieder in dem Gebiet ausreichend Ressourcen, die sie nutzen könne. Drei Nato-Mitglieder sind Anrainer des Schwarzen Meeres: Bulgarien, Rumänien und die Türkei. Georgien hat sich um eine Mitgliedschaft bemüht, dürfte aber ebenso wenig wie die Ukraine eine realistische Chance darauf haben.

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