Windturbinenbauer Nordex will 600 neue Stellen schaffen

Der Windturbinenbauer Nordex kündigte an, bis Ende 2015 rund 600 neue Mitarbeiter einzustellen. Ziel sei zudem ein jährliches Wachstum von 8 Prozent. Die Hamburger Firma entwickelt Turbinen für Schwachwind-Regionen.

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Der Windturbinenbauer Nordex will die Zahl der Mitarbeiter steigern. Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold kündigte an, bis Ende 2015 bis zu 600 neue Mitarbeiter einzustellen. „In diesem Jahr werden es wohl 300 mehr werden. 2015 werden wir dann auf 3000 bis 3100 kommen.“ Ziel sei es, die Projektentwicklung und das Servicegeschäft voranzutreiben. Als Kunden nehme Nordex unter anderem Finanzinvestoren, Versicherungen, Stadtwerke und Industrieunternehmen ins Visier. In der Vergangenheit zählten bereits Google, Ikea oder BMW dazu.

Nordex ist in den vergangenen beiden Jahren auch dank neu entwickelter Turbinen für Schwachwind-Regionen rasant gewachsen und hat dafür auch margenschwächere Aufträge in Kauf genommen. Damit soll aber nun Schluss sein. „Wir können uns heute leisten, auch mal nein zu sagen“, so Schäferbarthold. Nachdem die Hamburger Firma in diesem Jahr mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz die kritische Größe für ein nachhaltig profitables Wachstum erreicht habe, liege der Fokus nun auf einer stärker steigenden Rendite.

Der seit zwei Jahren amtierende Nordex-Chef Jürgen Zeschky hatte am Mittwoch vor Investoren angekündigt, bis 2017 den Umsatz um jährlich acht Prozent auf zwei Milliarden Euro steigern zu wollen. Dagegen soll die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) auf sieben bis acht Prozent mehr als verdoppelt werden. Dafür wolle er neben dem Verzicht auf weniger profitable Aufträge die Firma effizienter machen und Kosten bei Material und Auftragsabwicklung senken.

Der Windturbinenbauer war 2013 nach zwei verlustreichen Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Neben Kostensenkungen, Werksschließungen in China und den USA hatten florierende Geschäfte in Europa und dem Nahem Osten dies ermöglicht. 2014 peilt Nordex einen Umsatz von 1,5 bis 1,6 (Vorjahr: 1,4) Milliarden Euro an und eine Ebit-Marge von vier bis fünf (3,0) Prozent.

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