Milliarden-Schulden: RWE verkauft eigene Konzernzentrale an US-Fond

Wegen Milliarden-Schulden hat der Energiekonzern RWE seine Konzernzentrale verkauft. Ein US-Immobilienfond vermietet den „RWE-Turm“ künftig an RWE. Der Bau des 162-Meter hohen Turms hatte RWE 150 Millionen Euro gekostet.

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Der hochverschuldete Energiekonzern RWE hat die Gebäude seiner Konzernzentrale in Essen verkauft. Der US-Immobilienfonds Realty Capital Global Trust übernehme den „RWE-Turm“ mitsamt mehrerer Nebengebäude und vermiete diese langfristig an den Versorger, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Schätzungen zufolge dürfte es sich um einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag handeln. In dem 1996 errichteten Turm und den Nebengebäuden sind rund 600 Mitarbeiter beschäftigt. Inklusive der Antennenspitze ist der Turm 162 Meter hoch und damit das höchste Gebäude des Ruhrgebiets.

RWE-Chef Peter Terium zufolge befinde sich der Konzern derzeit in der größten Krise seiner Geschichte. Der Konzern hat Schulden über 31 Milliarden Euro. Terium will die Kosten weiter drücken und bis Ende 2016 tausende weitere Stellen streichen. Die Zahl der Beschäftigten würde dann bei 61.000 liegen nach 74.000 im Jahr 2011. Personalvorstand Uwe Tigges hat nicht ausgeschlossen, dass der Konzern danach noch weiter schrumpfen wird.

RWE hatte nach hohen Abschreibungen und einem Gewinneinbruch bei den Kraftwerken 2013 erstmals seit mehr als 60 Jahren einen Verlust verbucht. Der Fehlbetrag von fast drei Milliarden Euro war zugleich der höchste Verlust in der Geschichte börsennotierter deutscher Energiekonzerne.

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