Militär-Angriffe gegen Irak: 22 Zivilisten getötet, davon vier Kinder

Bei den Luftangriffen der von den USA angeführten Allianz gegen die IS sind am Montag 22 Zivilisten getötet worden. Kampfflugzeuge sollen irrtümlich Wohnhäuser bombardiert haben.

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Bei Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak sind laut Medienberichten auch zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Wie die nationale irakische Nachrichtenagentur (Nina) am Montag unter Berufung auf Mediziner berichtete, starben bei einem Bombardement der Ortschaft Hit westlich von Ramadi 22 Menschen, davon waren vier Kinder. Getroffen wurden demnach ein Markt und ein Wohnhaus. Etwa 70 Meter davon entfernt habe eine IS-Versammlung stattgefunden.

Das irakische Nachrichtenportal «Sumaria News» berichtete von 18 Toten bei den Luftschlägen, unter denen 8 Kinder sein sollen. Es sei wahrscheinlich, dass internationale Kampfflugzeuge versehentlich Wohnhäuser bombardiert hätten, heißt es in einem Bericht der Deutschen Presse Agentur.

Ein Sprecher des US-Zentralkommandos Centcom in Tampa (Florida) sagte der dpa: «Wir nehmen die Berichte sehr, sehr ernst.» Man schaue jetzt genau, was tatsächlich geschehen sei und ob US-Jets überhaupt in der Nähe gewesen seien.

Lesen Sie dazu das Interview mit Konstantin Wecker, der sagte, dass es im Krieg stets auf beiden Seiten unschuldige Opfer gäbe – und daher militärische Gewalt keine Lösung für regionale Konflikte sei.

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