Börse: Ölpreis sinkt weiter, Dax steigt wieder

Der Dax steigt, weil die Fed andeutet, die erste Zinsanhebung zu verschieben. Mario Draghi sieht keine Blasen bei Staatsanleihen - und will damit die Märkte auf den Kauf eben dieser durch die EZB vorbereiten. Auf dem Ölmarkt führen die USA und Saudi-Arabien einen Preiskampf gegen Russland.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Nach den kräftigen Kursverlusten der Vorwoche haben sich die europäischen Aktienbörsen am Montag stabilisiert. Dax und EuroStoxx50, die binnen fünf Handelstagen mehr als vier Prozent eingebüßt hatten, legten jeweils etwa 0,5 Prozent auf 8842 beziehungsweise 3007 Punkte zu. Der Euro erholte sich ebenfalls und verteuerte sich um etwa einen halben US-Cent auf 1,2679 Dollar.

Der Ölpreis setzte seine Talfahrt dagegen fort. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um bis zu 2,7 Prozent auf 87,74 Dollar je Barrel (159 Liter). Das ist der niedrigste Wert seit Dezember 2010. „Die Opec-Länder und vor allem Saudi-Arabien scheinen eher die Verteidigung von Marktanteilen als eine Stabilisierung der Preise anzustreben“, sagte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. Am Wochenende hatte Kuwaits Ölminister Ali al-Omair der Nachrichtenagentur KUNA zufolge eine baldige Kürzung der Ölförderung durch die Opec-Staaten als unwahrscheinlich bezeichnet.

Im Dax waren Commerzbank mit einem Kursplus von 3,1 Prozent Spitzenreiters. Insidern zufolge hat das im Rahmen der Finanzkrise von 2008 teilverstaatlichte Geldhaus den Gesundheitscheck der Europäischen Zentralbank (EZB) bestanden. Commerzbank und EZB wollten sich zu diesem Thema nicht äußern. Die offiziellen Ergebnisse des Stresstests sollen am 26. Oktober veröffentlicht werden.

Für Aufsehen am deutschen Aktienmarkt sorgte Tipp24, deren Aktien zeitweise 31 Prozent im Plus lagen. MyLotto24, der britischen Beteiligung Glücksspielanbieters, winken nach eigenen Angaben millionenschwere Steuereinsparungen.

Screenshot (16)

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***