USA und Ruanda verschärfen Einreise-Bestimmungen wegen Ebola

Die USA verschärfen ihre Einreisebestimmungen für Reisende aus Westafrika. Ruanda verlangt von Reisenden aus den USA und Spanien, dass sie über ihren Gesundheitszustand Auskunft erteilen.

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Aus Furcht vor einer Ausbreitung der Ebola-Epidemie verschärfen die USA die Einreise-Bestimmungen für Flugpassagiere aus den besonders stark betroffenen Ländern in Westafrika. Reisende aus Liberia, Sierra Leone und Guinea dürften künftig nur über fünf große Flughäfen – unter anderem in New York und Washington – in die USA einreisen, erklärte das Heimatschutzministerium am Dienstag. Dort werde bei ihnen Fieber gemessen, das auf eine Ebola-Infektion hindeuten könnte. In der Praxis dürfte die neue Regelung geringe Auswirkungen auf den Flugverkehr haben: Rund 94 Prozent aller Reisenden aus dem Ebola-Gebiet landen dem Ministerium zufolge ohnehin auf den ausgewiesenen Airports.

Die Maßnahme bleibt hinter dem von einigen Politikern in Washington geforderten Einreiseverbot zurück. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage von Reuters/Ipsos zufolge wollen fast drei Viertel der Amerikaner Passagierflüge zwischen den USA und den drei von Ebola besonders stark betroffenen Ländern ganz verbieten lassen. Einen vergleichbaren Schritt ging am Dienstag die Dominikanische Republik: Passagiere, die in den vergangenen 30 Tagen im Ebola-Gebiet waren, werde künftig die Einreise verweigert, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Ruanda verlangt von Reisenden, die sich 22 Tage in den USA oder Spanien aufgehalten haben, dass sie Auskunft über ihren Gesundheitszustand erteilen, berichtet die Washington Post.

Seit dem Ausbruch der Epidemie sind laut WHO mehr als 9000 Kranke in Guinea, Liberia und Sierra Leone gemeldet worden, von denen rund die Hälfte an der Krankheit gestorben ist. Die Seuche wurde in die USA, nach Spanien, Nigeria und in den Senegal eingeschleppt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Senegal und Nigeria inzwischen aber wieder für Ebola-frei.

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