Puls-Band nutzt persönliche Herzfrequenz als Internet-Passwort

Ein kanadisches Start-Up hat eine Möglichkeit entwickelt, den persönlichen Herzschlag als Internet-Kennwort zu nutzen. Durch die individuelle Puls-Frequenz soll die Datensicherheit erhöht werden. Kreditkartenunternehmen haben bereits Millionen in die Entwicklung investiert.

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Ein kanadisches Start-Up-Unternehmen hat eine Möglichkeit entwickelt, den persönlichen Herzschlag als Kennwort im Internet zu nutzen.

Nutzer tragen dabei ein Band am Handgelenk, das einen EEG-Sensor eingearbeitet hat und damit den Puls des Anwenders misst. Diese Art Pulsmessuhr nennt sich Nymi und vergleicht den gespeicherten Herzschlag den Nutzer mit dem, was am Handgelenk gemessen wird.

Nymi funktioniert kabellos und kann auf diese Weise mit allen entsprechenden Geräten kommunizieren. Das Band ist den ganzen Tag nutzbar und erst wenn es abgelegt wird, benötigt es für den nächsten Login wieder eine Authentifizierung über den Puls.

Nymi ist ein erster Test – wenngleich es sich dabei auch schon um ein voll funktionstüchtiges Gerät handelt. Der Markt findet die Idee bereits derart gut, dass schon über 10.000 Bestellungen eingegangen sind. Die Herstellerfirma Bionym hat noch weitere Produkte geplant.

Tests zufolge sind die persönlichen Herzschläge so einzigartig, dass es vorerst keine Möglichkeit gibt, diesen Code zu knacken. So nützt es Dieben auch nicht, wenn sie den Pulsmesser stehlen – sie brauchen für den Login auch den lebenden Menschen, der Nymi am Handgelenk trägt.

Die Resonanz auf diese Idee ist enorm. So konnte das Unternehmen Bionym bereits 14 Millionen Dollar für die Forschung einsammeln. Hochrangige Firmen haben sich an der Idee beteiligt. So haben Ignition Partners, Relay Ventures, Salesforce Ventures und MasterCard in die Produktentwicklung investiert.

Unter anderem sind auch strategische Partner wie die Kreditagentur Export Development Canada mit an Bord, die die Sicherheit ihrer Kunden mit dem Projekt erhöhen wollen. Das Thema Internetsicherheit wird jeden Tag wichtiger und das haben auch die großen Unternehmen verstanden.

Den ersten Auftrag mit Forschungsgeldern bekam Bionym bereits im August 2013. Damals erhielt das Unternehmen unter anderem von MasterCard 1.4 Millionen Dollar. Das Interesse der Kreditkarten-Unternehmen zeigt das Potential der Erfindung. Allerdings birgt die Speicherung von etwas so Persönlichem wie dem eigenen Herzschlag bei Kreditkartenunternehmen auch gefahren für die Privatsphäre. Das MasterCard die Kundendaten mit allen persönlichen Pulsen bekommt sollte zumindest nicht passieren – selbst wenn sie die Forschung finanziert haben.

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