IWF verschiebt Auszahlung von Milliarden-Krediten an Ukraine

Der IWF wird der Ukraine vorerst keine weiteren Kredite zur Verfügung stellen. „Sie wollen mit der neuen Regierung sprechen“, so der ukrainische Finanzminister. Die zweite Kredittranche von 2,7 Milliarden Dollar dürfte damit bis ins kommenden Jahr verschoben werden. Die EU bereitet nach Angaben der ukrainischen Regierung dagegen die nächste Überweisung bereits technisch vor.

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Die Ukraine kann nach eigenen Angaben in diesem Jahr doch nicht mit dringend benötigten weiteren Milliarden-Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnen. Eine Delegation des IWF werde erst anreisen, wenn die neue Regierung stehe, erklärte Finanzminister Oleksander Schlapak am Dienstag. „Sie wollen mit der neuen Regierung sprechen.“ Die zweite Kredittranche von 2,7 Milliarden Dollar dürfte damit bis ins kommenden Jahr verschoben werden. Nach der Parlamentswahl am Sonntag hatte Präsident Petro Poroschenko erklärt, die Regierungsbildung könne einen Monat oder länger dauern.

Insgesamt hat der IWF der Ukraine 17 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Ohne die neue Tranche des Fonds kann die Ukraine in diesem Jahr nur mit 760 Millionen Euro von der EU rechnen. Der Botschafter der Ukraine in Brüssel sagte der Nachrichtenagentur Ukrinform, dass er mit Mitgliedern der EU-Kommission gesprochen haben und die EU demnach bereits „die technischen Modalitäten“ der nächsten Rate vorbereite. Die Regierung in Kiew braucht dringend Geld, um Schulden abzubezahlen, den Haushalt zu untermauern und die Währung zu stabilisieren. Im Gasstreit mit Russland muss die Ukraine bis zu Ende des Jahres 3,1 Milliarden Dollar bezahlen. Das Finanzministerium hat nach eigenen Angaben genug Reserven, um die ausländischen Schuldenforderungen bis Januar zu begleichen. Dies würde allerdings ein Loch in die Gold- und Devisenreserven von derzeit 16 Milliarden Dollar reißen.


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