Schutz gegen Russland: Polen verlegt Soldaten an die Grenze zur Ukraine

Polen wird wegen der Sicherheitslage in der Ukraine seine Truppen an der Ostgrenze verstärken. Russland hat angekündigt, bei Kaliningrad Kurzstrecken-Raketen stationieren zu wollen. Die Entwicklung zeigt, dass das Verhältnis zwischen der Nato und Russland noch weit von einer Entspannung entfernt ist.

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Polen wird tausende Soldaten an seine Ostgrenze entsenden. Polen sieht die Entwicklung in der Ukraine als gefährlich an und fürchtet eine russische Aggression. Russland will auf die Entwicklung in der Ukraine seinerseits mit einer Verstärkung der Truppen reagieren. Anfang Oktober meldete ITAR-TASS, dass Moskau Kurzstreckenraketen des Typs Iskander-M in Kaliningrad stationieren möchte. Kaliningrad ist eine russische Exklave, die sich zwischen Polen und Litauen und an der Ostsee befindet. Russlands baltische Flotte befindet sich ebenfalls in der Hafenstadt.

Polens Außenminister Tomasz Siemoniak sagt, dass die Truppen-Verschiebung aufgrund der angespannten Lage in der Ukraine unternommen wurde. Die geopolitische Lage habe sich verändert. Europa befinde sich in der größten Sicherheits-Krise seit Ende des Kalten Kriegs und es müssten Schlussfolgerungen daraus gezogen werden.

Mindestens drei Kasernen im Osten seien personell lediglich bis zu 30 Prozent ausgelastet. Diesen Anteil werde Warschau auf etwa 90 Prozent erhöhen. Dadurch wird auch die Einwohnerzahl im Osten steigen. „In Siedlce sind derzeit 300 Soldaten stationiert. Bei einer Auslastung von 90 Prozent müsste die Zahl auf etwa 800 Soldaten ansteigen“, zitiert Wirtualna Polsa Siemoniak.

Siemoniak sagt, dass es eine Bedrohung aus dem Osten gebe. Die polnischen Verbände müssten deshalb effizienter eingesetzt werden. Allerdings werde die Truppen-Verschiebung gen Osten bis zum Jahre 2017 andauern. Es gehe nicht darum, tausende Soldaten innerhalb kürzester Zeit neu zu stationieren, zitiert dziennik.pl den Außenminister. Der Prozess der Truppenverlagerung benötige Zeit.

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