Russland: Zoll entdeckt 600 Tonnen Schmuggel-Fleisch aus EU-Staaten

Russische Zollfahnder haben Hunderte Tonnen an Schmuggel-Fleisch aus der EU sichergestellt. Das Fleisch soll aus Deutschland, den Niederlanden, Polen und Belgien stammen. Im August hatte Russland ein Einfuhrverbot für europäische Agrar-Erzeugnisse verhängt.

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Russische Zollbeamte im Nordwesten des Landes haben vergangene Woche 600 Tonnen gefrorenes Fleisch aus der EU entdeckt. Das Fleisch sollte in Form von Tarnladungen nach Russland geschmuggelt werden und wurde unter anderem als Kaugummi deklariert, berichtet AFP.

In einer Mitteilung des russischen Landwirtschafts-Ministeriums heißt es:

„Während der Prüfung von 26 Kühlcontainern, deren Begleitdokumente die Inhalte als gefrorene Pilze, Fruchtgelees, Säfte oder Kaugummis deklarierten, haben die Zollbeamten Fleisch und Schweinespeck entdeckt, das aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Polen stammt.“

Russland hatte als Reaktion auf die Sanktionen der EU und der USA ein Einfuhrverbot für westliche Agrar-Erzeugnisse verhängt. Darunter fallen neben Obst und Gemüse auch Fleisch-, Fisch- und Molkerei-Produkte. Bis dato gingen rund zehn Prozent aller Agrarexporte der EU nach Russland. Insbesondere die Niederlande und Polen waren betroffen von den Sanktionen Russlands.

Russland will die Binnennachfrage nach Schweinefleisch vor allem durch Importe aus China decken. China war im vergangenen Jahr der größte Schweinefleisch-Produzent der Welt, meldet MeatPoultry.com. Das Land produzierte insgesamt 68 Millionen Tonnen Schweinefleisch, was 50 Prozent der Weltproduktion ausmacht. Des Weiteren soll der Import von Lebensmitteln aus Argentinien, Brasilien, Iran, Israel, Marokko, Paraguay, Türkei, Uruguay und ehemaligen Sowjetstaaten angekurbelt werden.

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