Börse: Dax holt Vortags-Verluste auf und schließt 1,6 Prozent im Plus

Draghi steht bei EZB-Mitgliedern in der Kritik - sein Abgang wäre ein „game changer“ in der Eurozone. In den USA steigen die Aktienkurse: Die konservative Wall Street freut sich über den Sieg der Republikaner bei den Midterm Elections.

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Erleichterung an den Aktienmärkten: Nach einer Reihe von Gewinnwarnungen haben am Mittwoch einige Konzerne positive Zahlen und zuversichtliche Prognosen vorgelegt. Der Dax stieg um 1,6 Prozent auf 9315,48 Punkte, der EuroStoxx50 um 1,9 Prozent auf 3091,54 Zähler. Allerdings waren die Umsätze mau. „Die Kurse legen zwar zu, aber es fehlt die Überzeugung“, erklärte ein Händler. Viele Anleger hofften darauf, dass die Europäische Notenbank (EZB) am Donnerstag weitere Signale für eine Lockerung der Geldpolitik aussenden werde. Sollte sie das nicht tun, könnte es rasch wieder in die andere Richtung gehen.

An der Wall Street erreichte der Dow-Jones -Index zeitweise ein neues Allzeithoch von 17.482,32 Punkten. Zum Handelsschluss in Europa notierten er und der S&P500 noch etwa je 0,4 Prozent höher.

Der Erfolg der Republikaner bei den Kongresswahlen über die Demokraten von Präsident Barack Obama war von vielen erwartet worden. Sie werden künftig im Senat die Mehrheit stellen und behalten zugleich die Kontrolle über das Repräsentantenhaus. Positiv könnte sich die größere Machtbasis der wirtschaftsfreundlichen Republikaner auf den US-Energiesektor auswirken, erklärten Börsianer in New York. Schließlich seien die Genehmigung neuer Öl- und Gas-Pipelines und eine Reform des Öl-Export-Verbots nun wahrscheinlicher.

Auch der überraschend starke Stellenaufbau in der US-Wirtschaft überzeugte die Anleger in New York. Nach Angaben des privaten Arbeitsvermittlers ADP waren im Oktober 230.000 Jobs geschaffen worden – das war mehr als Analysten erwartet hatten. Für den amtlichen Arbeitsmarktbericht am Freitag zeichne sich ein leichtes Überraschungspotenzial nach oben ab, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Der ISM-Service-Index fiel dagegen etwas niedriger als gedacht aus und bremste die Börsen etwas.

Größter Dax-Gewinner waren die T-Aktien, die um 2,3 Prozent auf 12,03 Euro stiegen. Die Deutsche Telekom ist eines von acht Dax-Unternehmen, das am Donnerstag Geschäftszahlen vorlegt.

Ansonsten standen einige Konzerne aus der zweiten Reihe im Fokus: Der Gabelstapler-Hersteller Kion, der Roboterbauer Kuka und der Chemikalienhändler Brenntag führten nach der Vorlage von Geschäftszahlen mit Kursgewinnen von vier bis fünf Prozent die Gewinnerliste im MDax an.

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