Erfurt: 4.000 Teilnehmer bei Demonstration gegen Rot-Rot-Grün

In Erfurt haben am Sonntagabend 4.000 Menschen gegen die neue rot-rot-grüne Landesregierung demonstriert. Einige Rechtsextreme mischten sich unter die Demonstranten, auch eine linke Gegen-Demo marschierte auf. Die Polizei, die ohne Helme bewusst auf Deeskalation setzte, behielt die Lage unter Kontrolle.

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Etwa 4.000 Menschen haben am Sonntag in Erfurt gegen eine rot-rot-grüne Landesregierung unter einem Ministerpräsidenten der Linken demonstriert. Insgesamt sei die Kundgebung friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Viele Teilnehmer hatten Kerzen oder Teelichter in der Hand und erinnerten so an die Kundgebungen von 1989, die schließlich zum Mauerfall am 9. November geführt hatten. Bürgerrechtler sowie CDU- und SPD-Mitglieder sagten im MDR, dass man mit Kerzen gegen einen linken Ministerpräsidenten demonstrieren wolle.

Nach Angaben des MDR waren auch 35 Rechtsextreme bei der Demonstration erschienen. Die Polizei nahm eine Tätlichkeit zu Protokoll: Eine Frau hatte einen Demonstranten geohrfeigt. Zu welcher Gruppierung die beiden Involvierten gehörten, gab die Polizei nicht bekannt. Anhänger der rechtsextremen Freien Kräfte lieferten sich hitzige Wortgefechte mit linken Gegendemonstranten. Die Polizei ging schließlich dazwischen und trennte die beiden Blöcke.

Einige Demonstranten stimmten kurzfristig die deutsche Nationalhymne an, viele hatten auch eine thüringische Landesflagge dabei.

Zu der Kundgebung auf dem Domplatz hatte der stellvertretende Landesvorsitzende der Thüringer CDU-Mittelstandsvereinigung, Clarsen Ratz, aufgerufen. Es waren eigentlich nur 600 Teilnehmer erwartet worden. Derzeit laufen Koalitionsverhandlungen zwischen der Linken, der SPD und den Grünen. Sollte am 5. Dezember Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten gewählt werden, müsste die CDU erstmals seit 24 Jahren in die Opposition.

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