Börse: Dax schließt unverändert

Es mehren sich die Anzeichen, dass die Fed es nicht eilig haben wird mit Zinsanhebungen. Während die Rohstoff- und Devisenmärkte das zu realisieren beginnen, bleibt der Dax vorerst schwach. Das könnte sich jedoch bald ändern.

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Maue europäische Konjunkturdaten haben den Börsen am Freitag zu schaffen gemacht. Selbst ermutigende US-Konjunkturdaten hellten die Stimmung kaum auf.

Der Dax verabschiedete sich kaum verändert bei 9252,94 Punkten in den Feierabend. Im Vergleich zur Vorwoche büßte er 0,4 Prozent ein. Der EuroStoxx50 legte am Freitag 0,1 Prozent zu und notierte bei 3059,99 Zählern. An der Wall Street pendelten Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 in einer engen Spanne um ihre Schlusskurse vom Vortag.

Deutschland und Frankreich schrammten zwar jeweils knapp an der Rezession vorbei, letztere aber nur dank steigender Staatsausgaben. „Das ist nichts, was den Markt zu der Einschätzung bringen könnte, das sich die wirtschaftliche Lage in Frankreich verbessert“, betonte BNP-Anlagestratege Patrick Jacq. Auch in Deutschland gebe es keinen Grund zur Entwarnung, sagte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. „Im vierten Quartal dürfte sich die deutsche Wirtschaft ähnlich schwach entwickeln, weil die Auftragseingänge und das Ifo-Geschäftsklima in der Tendenz nach unten zeigen.“ Italien rutschte im dritten Quartal sogar in die Rezession.

Für einen Lichtblick sorgte Griechenland. Der krisengebeutelte Mittelmeer-Anrainer verbuchte mit einem Plus von 0,7 Prozent das größte Wirtschaftswachstum der Euro-Staaten. Damit steuert das Land auf ein Ende der seit sechs Jahren anhaltenden Rezession zu. Dies hievte den Athener Leitindex zeitweise 2,4 Prozent in die Höhe. Auch bei griechischen Anleihen griffen Investoren zu und drückten dadurch die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Titel auf 7,82 Prozent von 8,19 Prozent am Vortag. Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, lag 17 Ticks im Plus bei 151,79 Punkten.

In den USA ist die Stimmung der Verbraucher so gut wie zuletzt vor der Finanzkrise. Aus diesem Grund gaben sie im Oktober überraschend viel Geld für Konsumgüter aus.

Im Dax fielen die Aktien von RWE um bis zu 3,6 Prozent. Der Rheinische Post zufolge denkt der Versorger über eine Kürzung der Dividende nach. Der Konzern betonte an der bisherigen Ausschüttungsquote festhalten zu wollen. Basierend auf den rückläufigen Gewinnen könnte die Dividende für 2014 rein rechnerisch zwischen 0,78 und 1,13 Euro je Aktie liegen nach einem Euro für das Vorjahr. RWE schlossen 1,7 Prozent tiefer bei 26,42 Euro. Im ihrem Sog gaben E.ON ebenfalls 1,7 Prozent nach.

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