Nie mehr Gepäckverlust: Tracking-System ortet Koffer

Ein US-Startup hat einen Koffer entwickelt, der sich jederzeit via GPS-Sensor orten lässt. Ein digitales Schloss, eine Gepäckwaage und eine Handy-Ladestation sind ebenfalls eingebaut. Die Idee trifft auf große Nachfrage: Das Unternehmen hat via Crowdfunding bereits mehr als eine Million Dollar eingesammelt.

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Per Smartphone-App lässt sich der Koffer überall orten. (Screenshot)

Per Smartphone-App lässt sich der Koffer überall orten. (Screenshot)

Ein US-Startup hat einen Koffer entwickelt, der seinen Aufenthaltsort via GPS-Sensor bestimmen und mitteilen kann. Via Smartphone-App lässt sich so jederzeit feststellen, wo der Koffer sich gerade befindet. Die Idee trifft offenbar bei vielen Reisenden auf große Nachfrage: Das Unternehmen Bluesmart hat auf der Crowdfunding Webseite Indiegogo bereits mehr als eine Million Dollar eingesammelt.

Wie TechCrunch berichtet, bietet der Koffer noch weitere Funktionen: So „merkt sich“ der Koffer alle Orte, an denen er gewesen ist und übermittelt die Koordinaten via Bluetooth. Per App kann der Reisende so eine virtuelle Karte seiner bisherigen Route anlegen.

Zudem ist in den Koffer eine Lithium-Ionen-Batterie eingebaut, mit der bei Bedarf ein  Mobiltelefon aufgeladen werden kann. Somit wird der Koffer zur mobilen Ladestation.  Eine digitale Gepäckwaage ist ebenfalls eingebaut.

Gesichert wird das Gepäckstück ebenfalls digital: Ein „Proximity Lock“ schließt automatisch ab, sobald der Koffer sich von dem verbundenen Mobiltelefon des Besitzers entfernt.

Die Elektronik im Koffer soll sich bei einer Sicherheitskontrolle am Flughafen einfach abnehmen lassen. Datenschützer dürften dennoch alarmiert sein: Ein Koffer, der persönlichen Reise-Daten sammelt, bietet nicht nur dem Besitzer, sondern auch Geheimdiensten die Möglichkeit der Überwachung. Allerdings haben die Entwickler noch finanzielle Spielräume, um bei aller Vernetzung auch in die Datensicherheit zu investieren: Anvisiert war mit der Indiegogo-Kampagne eine Finanzierung von 50.000 Dollar. Tatsächlich  haben die Entwickler bereits mehr als eine Million eingenommen.

Bisher existiert der Koffer nur als Prototyp, der Verkaufs-Preis soll pro Koffer rund 470 Dollar betragen.

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