Nach Opec-Entscheidung: Moskauer Börse und Rubel stürzen ab

Russland gerät nach der Opec-Entscheidung, auf eine Öl-Förderquote zu verzichten, weiter unter Druck. Die Börse in Moskau taumelte am Montag, der Rubel sackte ab. Beobachter halten es für möglich, dass die Amerikaner hinter der Opec-Strategie stecken. Der niedrige Ölpreis soll die Wirkung der Sanktionen verstärken.

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Der Rubel gerät unter Druck: Am Montag kletterte der Dollar in der Spitze um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 52,05 Rubel. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/usd-rub-us-dollar-russischer_rubel-kurs/chart?t=week&amp;boerse_id=166" target="_blank">ariva.de</a>)

Der Rubel gerät unter Druck: Am Montag kletterte der Dollar in der Spitze um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 52,05 Rubel. (Grafik: ariva.de)

Der rasante Preisverfall beim Öl hat die russische Börse am Montag nach unten getrieben. Der Moskauer Aktienindex RTS fiel um bis zu 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren. Auch die russische Währung taumelte: Der Dollar kletterte in der Spitze um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 52,05 Rubel. Der Euro markierte mit 64,94 Rubel ebenfalls eine Bestmarke.

Die Entscheidung der Opec, die Fördermenge unverändert zu belassen, hatte die Talfahrt der Ölpreise zuletzt noch einmal beschleunigt. Brent notierte am Montag mit 67,53 Dollar auf dem niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Seit Jahresanfang ist der Brentpreis vor allem wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und China um fast 40 Prozent eingebrochen.

Der Preisrutsch trifft die russische Wirtschaft, die ohnehin schon unter Sanktionen des Westens leidet, besonders hart. Russland, das rund 40 Prozent seiner staatlichen Einnahmen aus dem Öl-Export bezieht, gehen nach eigener Auskunft bis zu 100 Milliarden Dollar jährlich durch den fallenden Ölpreis verloren.

Ob hinter der Entscheidung der Opec politisches Kalkül steckt oder nicht, ist unklar. Der Wiener Öl-Analyst Benigni hält es für durchaus denkbar, dass die Amerikaner als Drahtzieher fungieren. Er sagte dem ORF, dass politische Erwägungen vor allem in Saudi-Arabien den Ausschlag dafür gegeben haben könnten, mit der Nicht-Begrenzung der Fördermenge den Russen zu schaden.

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