Alternativlos: Griechenland braucht neue Kredite

Griechenland braucht trotz der 240 Milliarden Euro an Krediten auch im kommenden Jahr weitere Kredite, um die offizielle Insolvenz zu vermeiden. Die Troika spricht von einem Übergangsprozess. Trotzdem müssen alle Parlamente der Euro-Zone zustimmen. Es zu erwarten, dass das Programm wegen der bekannten Alternativlosigkeit unmittelbar vor der Weihnachtspause ohne größere Debatten verabschiedet wird.

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Das internationale Kredit-Programm für Griechenland muss voraussichtlich über das Jahresende hinaus verlängert werden. Wie ein ranghoher Vertreter der Euro-Zone der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch sagte, kann die letzte Tranche des laufenden Kredits wegen Unstimmigkeiten über die Haushaltspolitik in Athen und die anstehende Rentenreform noch nicht ausgezahlt werden. Für das am Montag anstehende Treffen der Euro-Gruppe sei zumindest noch keine Vereinbarung zu erwarten.

Dann berichtet die sogenannte Troika aus EU, EZB und IWF über Fortschritte Griechenlands auf dem Reformweg. Damit die Tranche in Höhe von 1,8 Milliarden Euro nach Klärung der offenen Fragen im Januar ausbezahlt werden kann, bedarf es laut dem Insider einer Verlängerung des Programms.

Da das Programm regulär am 31. Dezember endet, muss Griechenland eine Verlängerung beantragen – auch wenn es sich nur um wenige Wochen handelt. Dem müssen dann noch alle Parlamente der Euro-Länder zustimmen, die in der Weihnachtszeit aber sitzungsfrei haben. Damit die Tranche im Januar fließen kann, muss die Laufzeitverlängerung nach Ansicht des Insiders daher bis Mitte des Monats stehen.

Griechenland ist seit 2010 mit zwei großen Rettungsprogrammen im Volumen von insgesamt 240 Milliarden Euro von den EU-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über Wasser gehalten worden.

Es will nächstes Jahr an die Finanzmärkte zurückkehren. Mit einer vorsorglichen Kreditlinie des Euro-Stabilisierungsfonds (ESM) soll das Land aber gegen erneute Turbulenzen seiner Staatsanleihen abgesichert werden.


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