Gegen die Polizei: Massen-Demonstrationen in den USA

Am Mittwoch sind in den USA Tausende auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen exzessive Polizei-Gewalt und behördliche Willkür. Zuvor hatte eine US-Jury entschieden, dass keine Anklage gegen einen Polizisten wegen des Todes eines unbewaffneten Schwarzen erhoben wird.

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In New York haben Tausende Menschen gegen die ausufernde Polizei-Gewalt protestiert. Auslöser war die Entscheidung eines Jury in der US-Metropole, nicht gegen einen Polizisten vorzugehen, der einen 43-jährigen im Juli bei einem Einsatz gegen illegalen Zigarettenverkauf in den Würgegriff genommen hatte.

Auf Videos ist zu sehen, wie die Beamten auch nicht von dem sechsfachen Vater abließen, als er schon überwältigt am Boden lag. Zudem beschwerte er sich mehrmals hörbar, er bekäme keine Luft mehr. Die Polizisten erklärten, der Mann habe sich der Festnahme widersetzt.

Die Demonstranten zogen durch die Viertel Manhattan, Brooklyn und Staten Island. Auch in Washington kam es Medienberichten zufolge zu Protesten. Es wurden insgesamt 30 Personen festgenommen.

Das Justizministerium und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio kündigten Untersuchungen des Vorfalls an. US-Präsident Barack Obama sagte, viele Minderheiten in den USA hätten den Eindruck, von der Polizei ungerecht behandelt zu werden.

In Ferguson im Bundesstaat Missouri war es erst vorige Woche zu schweren Krawallen gekommen, nachdem sich eine Geschworenen-Jury gegen eine Anklage gegen einen weißen Polizisten wegen tödlicher Schüsse auf einen unbewaffneten schwarzen Teenager entschied.


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