Fliegender Wechsel: BER-Chef Mehdorn soll vor Ablösung stehen

Der Chef des Berliner Großflughafens BER, Harmut Mehdorn, soll einem Medienbericht zufolge vor der Ablösung stehen. Wenn der Bericht zutrifft,l kommen neue Kosten auf den Steuerzahler zu.

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Einem Bericht des Handelsblatts zufolge hat die Nachfolgersuche für BER-Geschäftsführers Hartmut Mehdorn begonnen. Ein Headhunter soll bereits mit der Suche eines Nachfolgers beauftragt worden sein. Als Kandidaten nennt das Blatt den Chef des Flughafens Köln-Bonn, Michael Garvens, und den Münchner Flughafenmanager Thomas Weyer. Zu dem Bericht sagte Braune lediglich: «Dass einer der beiden Herren im Gespräch ist, Herrn Mehdorn nachzufolgen, ist Quatsch.»

Er verwies darauf, dass Mehdorn einen Vertrag bis 2016 habe. Zur Frage, ob überhaupt schon nach einem Mehdorn-Nachfolger gesucht werde, wollte sich der Regierungssprecher mit Blick auf die beiden anderen Gesellschafter – Bund und Land Berlin – nicht äußern. Dem «Handelsblatt» nach ist ein erstes Gespräch mit einem potenziellen Kandidaten für den 15. Dezember geplant. Dies wollten Brandenburgs Ministerpräsident Woidke und der designierte Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) führen.

Für den Steuerzahler wäre ein solcher fliegender Wechsel teuer. Denn zum einen müsste Mehdorns Vertrag ausbezahlt werden. Vor allem aber müsste sich ein neuer Chef erst einarbeiten – und das in einer Situation, in der nach dem Rauswurf des Chefplaners erst kürzlich der Reset-Knopf gedrückt worden war.

Neuer Aufsichtsratschef des Hauptstadtflughafens BER soll nach Informationen von Springer-Zeitungen der frühere Daimler- und Rolls-Royce-Manager Axel J. Arendt werden. Das Land wolle den 65-jährigen Luftfahrt-Experten vorschlagen, schreibt das Blatt. Der Posten wird nach dem Rückzug des Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) frei. Laut «B.Z.» wollen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Finanzminister Christian Görke (Linke) die Personalie am Dienstag im Kabinett präsentieren. Zuvor hatte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit lange als Aufsichtsratschef gewirkt – freilich ohne von den Problemen, die den Steuerzahler Milliarden kosten, auch nur das Geringste gewusst zu haben.

Regierungssprecher Thomas Braune wollte die Berichte so nicht bestätigen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur lediglich: «Die Brandenburger Landesregierung wird sich morgen mit den Fragen der Entsendung der Brandenburger Mitglieder des Aufsichtsrates beschäftigen.» Das Gremium kommt an diesem Freitag zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

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