Ölpreis sinkt weiter: Druck auf Börse Moskau und Rubel

Der sinkende Ölpreis fügt der russischen Währung weitere Verluste zu. Am Montag ist der Rubel zum Dollar um 2,2 Prozent gefallen. Nach Einschätzungen von Händlern könne nur eine Zinserhöhung den Kursverfall nachhaltig stoppen.

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Der Wertverlust des Rubels ist scheinbar unaufhaltbar. (Grafik: ariva)

Der Wertverlust des Rubels ist scheinbar unaufhaltbar. (Grafik: ariva)

Die Talfahrt der Ölpreise hat am Montag die Börse in Moskau und den Rubel unter Druck gesetzt. Der Micex-Leitindex für die in Rubel gelisteten Aktien fiel um bis zu 3,5 Prozent, der RTS-Index für die Dollar-Werte verlor bis zu 4,2 Prozent. Der Rubel fiel zum Dollar um 2,2 Prozent. Anzeichen für eine Intervention der Zentralbank machten Händler in Moskau zunächst nicht aus.

„Die einzige Stütze für den Rubel ist die Zentralbank, ohne sie kann der Rubel nur nach unten rollen“, sagte ein Händler. Allerdings sei der Erfolg solcher Käufe bei einem ohnehin steigenden Dollarkurs und fallenden Ölpreisen fraglich.

Somit könnte eine Zinserhöhung letztlich die einzige Waffe gegen den Kursverfall des Rubel sein. Die Zentralbank berät am Donnerstag die Zinspolitik. Schon im Oktober hatte sie die Zinsen um 1,5 Prozent auf 9,5 Prozent erhöht. Die Einschätzungen, ob sie weiter an der Zinsschraube dreht, gehen auseinander.

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