Rubel stürzt ab: Russische Zentralbank setzt Futures-Handel aus

Der russische Rubel ist am Montag auf ein neues Rekord-Tief abgerutscht. Die russische Notenbank hingegen hat den Handel mit Futures ausgesetzt. Sie befürchtet Manipulationen bei den MICEX-Futures.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der Rubel hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich an Wert verloren. (Grafik: ariva.de)

Der Rubel hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich an Wert verloren. (Grafik: ariva.de)

Der Rubel ist am Montag auf ein neues Rekordtief gefallen. Der Dollar kletterte in der Spitze um 1,1 Prozent auf 58,82 Rubel. Der russische Leitindex gab 2,2 Prozent nach.

Die russische Notenbank hat den Handel mit Futures ausgesetzt. Sie befürchtet, dass bei der Preisfindung beim terminlichen Ablauftag Manipulationen stattfinden könnten, meldet sie in einer Mitteilung.

Der Leiter der Kapitalmarkt-Analyseabteilung der Baader Bank, Robert Halver, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Man braucht relativ wenig Geldeinsatz, um die MICEX-Futures zum Absturz zu bringen. Das ist im Grunde dieselbe Methode, die den Ölpreis zum Absturz gebracht hat.“

Der Preis für ein Barrel (Fass zu 159 Liter) der richtungsweisenden Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee fiel am Monat zunächst auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 60,28 Dollar, bis zum Nachmittag erholte er sich und zog um ein Prozent auf 62,49 Dollar an. Das waren 75 Cent mehr als am Freitag. Auch die US-amerikanische Sorte WTI konnte leicht zulegen. Der Preis für ein Fass stieg um 58 Cent auf 58,39 Dollar.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick