Gegen den Dollar: China will Petro-Yuan einführen

China will eigene Futures-Kontrakte auf Öl ausgeben und diese in Yuan abwickeln. Das würde auch zu einem Kapitalabfluss aus den Warentermin-Börsen der USA und Grobritanniens in Richtung Shanghai führen. Dort werden Futures in Dollar gehandelt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

China will seine eigenen Öl-Futures ausgeben und diese in der eigenen Währung abwickeln. Bisher hatte Peking Futures an internationalen Börsen gekauft, die nur gegen Dollar erhältlich waren. „Die aufgeführten Öl-Futures stellen einen wichtigen Versuch dar, um Chinas Futures-Markt der Außenwelt zu öffnen“, meldet die chinesische Börsenaufsicht in einer Erklärung.

Chinas Futures-Markt spielt bei der Beeinflussung der Preise für Rohstoffe der Welt eine zunehmend wichtige Rolle. China ist der weltweit größte Rohstoff-Konsument. Vor allem ist die Nachfrage nach Metallen groß. Nach Angaben des australischen Finanzdienstleisters Macquarie sind die gehandelten Metall-Mengen an der Warenterminbörse Shanghai Futures Exchange so groß wie am London Metal Exchange oder an der Comex in den USA. Der Öl-Futures-Kontrakt wird von der Shanghai International Energy Exchange Corporation (INE), die in der Shanghai-Freihandelszone im November 2013 gegründet wurde, betrieben werden.

„Wir werden die Entwicklung eines neuen Pools beobachten, das Kapitalflüsse aus London und USA anziehen wird. Das ist sehr wichtig für China, weil es mehr als die Hälfte seines Öl-Bedarfs aus der Golf-Region deckt“, zitiert die Financial Times den Geschäftsführer von Agora Partners in Hong Kong, William Barkshire. Vieles hängt auch davon ab, wie schnell China die Kontrollen beim Öl-Import liberalisiert. Die überwiegende Mehrheit des chinesischen Öls wird von Petrochina, Sinopec und CNOOC und zwei staatlichen Handelsunternehmen importiert. In einem ersten Schritt im August, erhielt erstmals ein nicht-staatliches Unternehmen eine Einfuhrlizenz.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick