Deutsche Maschinenbauer: Exporte nach Russland brechen ein

Der deutsche Maschinen- und Anlagebau bekommt die Folgen der Krise in Russland zu spüren: Die Exporte sind um 16 Prozent eingebrochen, die Risiken "steigen stündlich", wie der Verband mitteilt.

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Der Rubelverfall verschärft die Krise der deutschen Maschinenbauer in Russland. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres seien die Maschinenbauexporte in das Land um 16 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gesunken, teilte der Branchenverband VDMA am Mittwoch mit. Der aktuelle Absturz verschärfe die Situation erheblich und mache ein Anziehen der Investitionen in nächster Zukunft unwahrscheinlich. Die Rubelabwertung und schwindende Investitionen belasteten die Geschäfte in dem Land bereits seit Mitte 2013.

„Russland ist für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ein sehr wichtiger Markt, dessen Risiken, die sich aus der aktuellen Situation für das kommenden Jahr ergeben, zurzeit stündlich wachsen“, so Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft in Frankfurt. Allerdings sei die als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Branche mit ihren rund eine Million Beschäftigten international breit aufgestellt.

Aktuell ist Russland den Angaben zufolge der fünftwichtigste Markt für den deutschen Maschinenbau, der Anteil des Russlandgeschäfts am gesamten deutschen Maschinenexport lag in den ersten neun Monaten bei 4,4 Prozent. Im vergangenen Jahr rangierte Russland noch auf Platz vier.

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