Russischer Investor: „Wir haben eine Panik in den Märkten“

Die russische Regierung hat mit dem Verkauf seiner Währungsreserven begonnen, um den Rubel zu stabilisieren. Doch die Marktteilnehmer zweifeln daran, dass Moskau die Lage mit einer Intervention in den Griff bekommt.

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Russland hat damit begonnen, einen Teil seiner Währungsreserven verkaufen, um den Verfall des Rubel zu stoppen. Doch wie Bloomberg meldet, sorgt die Maßnahme bei den Marktteilnehmer nicht für eine nachhaltige Beruhigung: „Wir haben eindeutig eine Panik in den Märkten. Das Finanzministerium sendet ein Signal aus, dass der Rubel unterbewertet ist und dass es nun sinnvoll sei, Dollar zu verkaufen“, sagte Vitaly Isakov, Portfolio Manager beim Moskauer Vermögensverwalter Otkritie Asset Management, in einem Bloomberg-Interview.

Der angekündigte Verkauf von Devisenreserven hat dem Rubel jedoch nur kurz Auftrieb verliehen. Der Dollar verlor in der Spitze knapp neun Prozent auf 62,35 Rubel und war damit so billig wie seit zweieinhalb Wochen nicht mehr. Die Erholung war jedoch nicht von Dauer – am späten Vormittag notierte der Dollar kaum verändert bei 68,34 Rubel. Am Dienstag hatte der Dollar zeitweise ein Rekordhoch von 79,9125 Rubel markiert.

Der russische Leitindex, der am Dienstag ebenfalls unter die Räder gekommen war, legte um 4,3 Prozent zu. Er war am Vortag mit einem Minus von 12,4 Prozent aus dem Handel gegangen.

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